Aston martin: honda-partnerschaft droht am formel-1-abgrund!

Silverstone bebt. Aston Martin, einst als Herausforderer gehandelt, steuert auf eine Saison zu, die tiefer in der Formel-1-Hierarchie kaum denkbar wäre. Die Partnerschaft mit Honda scheint sich zu einer teuren Fehlentscheidung zu entwickeln, deren Ausmaße bereits jetzt alarmierend sind.

Die schatten der vergangenheit: mclaren-honda als mahnung

Die Erinnerungen an die McLaren-Honda-Ära zwischen 2015 und 2017 sind noch frisch. Drei Jahre des Leidens, geprägt von unzähligen technischen Problemen und dem immensen Druck, der auf Fernando Alonso lastete. Die aktuellen Zahlen zeigen: Aston Martin ist in dieser Misere sogar noch tiefer versunken. Während McLaren damals zumindest ansatzweise konkurrenzfähig war, kämpft das Team von Mike Krack um das Überleben in jeder einzelnen Sitzung.

Die Daten sind eindeutig: Aston Martin hinkt in allen Belangen hinterher. Die Differenz zur Spitze in Qualifying liegt bei durchschnittlich 4,05 Sekunden – bei McLaren waren es nie mehr als drei. Und während die McLaren-Boliden aus den Jahren 2015 bis 2017 zumindest zwischen Platz 12 und 16 in den Rennen mithalten konnten, findet sich der AMR26 kaum im Mittelfeld, sondern dümpelt regelmäßig auf den Positionen 18 und 19.

Die Zuverlässigkeit ist ein weiteres gravierendes Problem. Nur Fernando Alonso konnte in Japan, und das bei stark reduzierter Leistung, die Zielflagge sehen. Im Schnitt haben die Aston Martin-Piloten lediglich 62,67 % der Rennen absolviert – ein Wert, der im Vergleich zu McLaren, wo man 2016 bereits rund 73 % der Distanz zurücklegte, inakzeptabel ist.

Alonso: hoffnungsschimmer oder trügerische illusion?

Alonso: hoffnungsschimmer oder trügerische illusion?

Fernando Alonso, der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Projekts, hält zwar an einem gewissen Optimismus fest. „Die Saison ist lang, und wenn wir die Probleme identifizieren und lösen, können wir uns in der zweiten Jahreshälfte deutlich verbessern“, so der Spanier. Doch die Zeichen stehen schlecht. Experten sind sich einig: Abseits der gravierenden Motorprobleme gibt es eine Vielzahl weiterer Mängel, die Aston Martin daran hindern, zu konkurrenzfähig zu werden.

Aerodynamische Schwächen, ein zu hohes Gewicht des Chassis – die Probleme sind vielfältig. Auch der erfahrene Adrian Newey, dessen Chasis einst als Goldstandard galt, scheint seine Magie verloren zu haben. Der Wagen ist schlichtweg nicht ausgereift.

Mike Krack, der Ingenieurchef von Aston Martin, räumte ein: „Wir müssen ehrlich sein, es liegt auch an uns. Wir sind nicht gut in schnellen Kurven und stehen nicht im optimalen Gewichtsbereich.“ Diese Worte offenbaren die Ausmaße der Krise, in der sich Aston Martin befindet. Die Frage ist nicht, ob das Team die Saison ohne größere Erfolge übersteht, sondern ob die Honda-Partnerschaft überhaupt noch zu retten ist. Die Konkurrenz schläft nicht, und die Zeit drängt. Die Formel 1 ist ein gnadenloses Geschäft, und Aston Martin muss sich beeilen, um nicht den abgrund zu erreichen.