Aston martin: feinabstimmung in montreal – honda steuert auf 2027 zu

Montreal – Aston Martin und Honda arbeiten fieberhaft an Verbesserungen für das kommende Rennwochenende in Kanada. Während konkrete Durchbrüche ausbleiben, konzentrieren sich beide Teams auf die Optimierung des Antriebsstrangs und der Fahrbarkeit des AMR26. Doch was steckt wirklich hinter den „kleinen, nicht sichtbaren“ Änderungen?

Herausforderungen bei der getriebeabstimmung

Mike Krack, Aston Martins Teamchef, räumte ein, dass die Getriebeabstimmung weiterhin eine komplexe Aufgabe darstellt. „Der gesamte Bereich der Fahrbarkeit, einschließlich der Schaltvorgänge, ist aus verschiedenen Gründen komplizierter als zuvor“, erklärte er. Die veränderten Regelbestimmungen und die höhere Kraftrückgewinnung stellen die Ingenieure vor neue Herausforderungen. Auch andere Teams, darunter Red Bull, kämpfen mit ähnlichen Problemen.

Krack betonte, dass es sich derzeit um „Feinabstimmungen“ handele, die noch keine großen Auswirkungen auf die Performance zeigen würden. „Ich kann Ihnen keine Zahl nennen, wie viel Zeit wir dadurch gewinnen werden. Das wäre reine Spekulation“, so der Teamchef.

Honda fokussiert auf batteriemanagement und fahrbarkeit

Honda fokussiert auf batteriemanagement und fahrbarkeit

Shintaro Orihara, Honda F1s Chefingenieur, machte deutlich, dass das Team in Miami einen wichtigen Schritt in Bezug auf die Batterie-Zuverlässigkeit gemacht hat. „Unser Fokus liegt nun auf der Verbesserung des Energiemanagements und der Fahrbarkeit“, sagte Orihara. Er erklärte, dass eine gute Fahrbarkeit entscheidend für die Lebensdauer der Batterie sei und dass das Team die Datenauswertung optimiert habe, um dies zu erreichen.

Orihara beleuchtete zudem die veränderten Betriebsbedingungen durch die neuen Regelungen. „Im Vergleich zum Vorjahr ist die Belastung des Motors auch beim Bremsen mit aktivierter Motorbremse hoch. Das verändert das Betriebsspektrum erheblich. Wir arbeiten daran, unsere Kontrolle in dieser Phase zu verbessern.“

Motivation und realismus im team

Motivation und realismus im team

Krack zeigte sich zufrieden mit der Motivation im Team, betonte aber die Belastung für die Fahrer, die Woche für Woche dieselben Fragen beantworten müssen. „Wir müssen unsere Fahrer schützen, weil es für sie sehr schwierig ist, immer wieder die gleichen Antworten zu geben, besonders wenn sie sich im hinteren Feld wiederfinden“, sagte er.

Er räumte ein, dass die Entwicklung des Autos schrittweise erfolgen muss, angesichts der begrenzten finanziellen Ressourcen in der Formel 1. „Wir müssen von Rennen zu Rennen, von Veranstaltung zu Veranstaltung Fortschritte erzielen. Das ist der einzige Weg, um am Ende der Saison Bilanz zu ziehen und zu sehen, was wir erreicht haben.“

Die kommenden Rennen in Europa sollen genutzt werden, um die Leistung des Autos weiter zu verbessern. Krack betonte, dass das Team ehrlich zur aktuellen Situation stehe und gemeinsam mit Honda daran arbeite, die Herausforderungen zu meistern. „Der Geist in unserem Team und mit unserem Partner ist sehr stark.“

Für die kommenden Rennen sind zwar keine großen aerodynamischen Änderungen geplant, aber das Team wird weiterhin versuchen, das Maximum aus dem vorhandenen Paket herauszuholen. Krack forderte seine Fahrer und sein Team auf, die Motivation hochzuhalten und professionell zu agieren.

Blick nach 2027: die herausforderungen der neuen antriebsregeln

Orihara gab zudem einen Ausblick auf die kommenden Antriebsregeln ab 2027. „Der schwierigste Punkt wird die Erhöhung des Kraftstoffflusses sein. Die Verbesserung der Leistung ist zwar eine Herausforderung, aber die Zuverlässigkeit ist genauso wichtig“, erklärte er. Die Ingenieure stehen vor der Aufgabe, die Leistungsfähigkeit der Motoren zu steigern, ohne die Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie Honda diese Herausforderung meistern wird.