Aspinall packt mit hautausschlag und zweifel seine darts-probleme aus
Nathan Aspinall, der Publikumsliebling der Darts-Tour, hat ein seltenes Geständnis abgelegt: Der Druck auf der Bühne fordert seinen Tribut – nicht nur mental, sondern auch körperlich. Der Engländer sprach offen über seine Unsicherheiten und die ungewöhnlichen Reaktionen, die sein Körper auf belastende Situationen hat.
Die schattenseiten des ruhms: aspinalls kampf mit der nervosität
Seit seiner Kindheit kämpft Aspinall mit starker Nervosität und Unsicherheit. Diese Probleme begleiten ihn weiterhin, wie er im Double-Tops-Podcast verriet. Besonders bemerkenswert ist die körperliche Reaktion, die er erlebt, wenn er sich außerhalb seiner Komfortzone bewegt: „Wenn ich etwas tun muss, das außerhalb meiner Komfortzone liegt, bekomme ich überall rote Flecken und Ausschlag“, offenbarte der 32-Jährige. Auf der großen Bühne, wo er sich mittlerweile weitgehend sicher fühlt, treten die Symptome nicht auf, doch abseits des Darts-Boards hat er die Unsicherheit aus Kindertagen nie ganz überwunden.
Die Entscheidung der Premier League Darts, Aspinall in diesem Jahr erstmals seit 2022 nicht zu nominieren, war für den zweifachen Major-Champion eine willkommene Atempause. „Fünf Jahre am Stück diese Liga zu spielen, ist hart. Jede Woche bist du bei Sky Sports, ständig im Rampenlicht und bekommst ununterbrochen Kritik in den sozialen Medien“, so Aspinall. Er nutzte die Gelegenheit, um „einmal im Hintergrund zu bleiben und zu sehen, wie andere die ganze Kritik abbekommen“ – eine ironische Bemerkung, die seine Erleichterung deutlich macht.

Mehr als nur dartitis: aspinalls offenes bekenntnis
Aspinalls Offenheit bezüglich seiner mentalen Gesundheit ist keine Neuheit. Bereits in der Vergangenheit hatte er über seine Dartitis gesprochen, einer psychischen Erkrankung, die ihn 2024 und 2025 heimgesucht hatte und ihn zu Panikattacken und Schwierigkeiten beim Loslassen der Pfeile zwang. Sein Sieg beim German Darts Grand Prix in München im April markierte einen Wendepunkt, denn er gestand, dass ihm die Lust am Sport zuvor abhandengekommen war. „Diese Woche habe ich meinen Kampfgeist wiedergefunden. Mein Gott! München, du hast mir die Liebe zum Dartsport zurückgegeben“, rief er emotional ins Publikum.
Die Geschichte von Nathan Aspinall ist ein eindringliches Beispiel dafür, wie selbst die größten Stars mit psychischen Belastungen zu kämpfen haben. Seine Offenheit kann dazu beitragen, das Stigma rund um psychische Gesundheit im Sport zu brechen und andere Athleten zu ermutigen, sich Hilfe zu suchen. Denn der Druck, konstant Höchstleistungen zu erbringen, kann einen hohen Tribut fordern – nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Inneren.
