Asc 09 dortmund: überraschungsheld der oberliga westfalen trotzt trainer-abgang!
Dortmund – Der ASC 09 Dortmund sorgt für Furore in der Oberliga Westfalen. Als Tabellendritter lauert der Verein nur knapp hinter den Top-Teams, und das trotz eines turbulenten Wintertransferfensters. Der Verbleib von Stürmer Maximilian Podehl ist weiterhin ungewiss, doch das Team scheint davon unbeeindruckt.
Konstanz trotz trainerwechsel: ein novum in der liga
„Ich glaube, wir sind von den Teams da oben die, die am wenigsten Druck haben“, kommentiert der sportliche Leiter Denis Hübner die Situation. Der plötzliche Abschied von Erfolgstrainer Marco Stiepermann kurz vor dem Neustart der Saison hätte für viele Vereine einen sportlichen Einbruch bedeutet. Doch der ASC 09 Dortmund bewies das Gegenteil: Mit konstant starken Leistungen hielt sich das Team in der Spitzengruppe. „Wenn ein etablierter Trainer kurz vor dem Restart geht, kann man nicht mit einem solchen Punkteschnitt rechnen“, so Hübner rückblickend, der die Entwicklung der Mannschaft umso höher bewertet.
Die Lösung: Ein Trainerduo. Rafik Halim und Hamza El Hamdi, zwei ehemalige Spieler des ASC, übernahmen das Ruder und orientierten sich am bewährten, offensiven Spielstil. „Im Grunde sind wir bei dem geblieben, was die Jungs kennen“, erklärt Hübner. Das Ergebnis: 27 Punkte aus zwölf Spielen und ein beeindruckendes Torverhältnis von 33:14.

Jannik urban: der taktgeber im zentrum
Ein Schlüsselspieler im aktuellen Erfolg ist Jannik Urban. Der 23-Jährige regiert das Mittelfeld, organisiert das Spiel und gehört zu den konstantesten Leistungsträgern der Saison. Seine Flexibilität auf der Sechs und Acht macht ihn zu einem unverzichtbaren Baustein. Interessant ist, dass Urban Angebote aus höheren Ligen vorliegen hatten, sich aber bewusst für den Verbleib in Dortmund entschieden hat: „Ich wollte mein Studium weiter durchziehen – und beim ASC passt einfach alles.“ Gespräche mit dem neuen Trainerteam um Magnus Niemöller bestätigten ihn in seinem Entschluss. Der Verein ist mehr als nur ein Fußballklub – er ist eine Familie.
Die Motivation im Team ist nach zwei knapp verpassten Aufstiegen enorm. „Das hat zweimal sehr wehgetan. Jetzt wollen wir es unbedingt schaffen“, so Urban. Der Kader besteht überwiegend aus Spielern aus der Region, die seit Jahren zum Verein gehören. Große Umbrüche sind daher nicht geplant.
„Wir planen komplett ligaunabhängig. Die Anzahl der Neuzugänge wird überschaubar sein“, betont Hübner. Es geht nicht darum, einen Profit-Tum zu entfachen, sondern die bewährten Prinzipien des Vereins zu bewahren. „Der Verein sollte seinen Prinzipien treu bleiben und nicht plötzlich 50 neue Spieler holen“, stimmt Urban zu.
Einige Veränderungen sind jedoch unvermeidlich: Lars Warschewski und Elias Opoku haben den Verein verlassen, und die Entscheidung über Maximilian Podehl steht noch aus. Gleichzeitig wurden wichtige Vertragsverlängerungen mit Spielern wie Mats Wilkesmann, Jan Stuhldreier, Samer-Amer Sarar und Lucius Patrias bekannt gegeben. Wilkesmann, der aus der A-Jugend des TSC Eintracht Dortmund kommt, hat sich in der Rückrunde als Stammspieler etabliert und ist ein Beispiel für die erfolgreiche Nachwuchsförderung des ASC.
Mit der Verpflichtung von David Vaitkevicius, der vom Ligakonkurrenten TuS Ennepetal zurückkehrt, verstärkt der ASC seine Offensive zusätzlich. Der Stürmer bringt eine beeindruckende Quote von 15 Saisontoren mit und soll mit seinem Tempo neue Impulse setzen.
Die Stadionfrage bleibt jedoch weiterhin eine Herausforderung. Das heimische Waldstadion erfüllt nicht die Anforderungen der Regionalliga, sodass das Ischelandstadion in Hagen als Ausweichlösung in Betracht gezogen wird. Gespräche über eine Lösung innerhalb Dortmunds laufen jedoch parallel. „Natürlich würden wir als Dortmunder Verein am liebsten im Stadtgebiet spielen“, sagt Hübner. Eine Entscheidung steht noch aus. Der ASC 09 Dortmund hat bewiesen, dass man auch mit Widrigkeiten erfolgreich sein kann – und die kommende Saison könnte die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte werden.
