Arthur cabral erwacht: botafogo-tore wecken corinthians-interesse
Arthur Cabral feiert. Der einstige Hoffnungsträger des FC Basel jagt in Brasilien wieder Tore – und damit die Klubs hinter sich her. Nach nur einem halben Jahr bei Botafogo steht der 27-Jährige laut ESPN auf dem Zettel von Corinthians.
Die zahlen sprechen eine klare sprache
Seit Januar traf Cabral dreimal in zwölf Pflichtspielen, dazu zwei Vorlagen. Für einen Stürmer, der in Florenz zwischen Bank und Tribine pendelte, sind das Signale. Botafogo zahlte an Benfica geschätzte 5 Millionen Euro – ein Betrag, den Corinthians laut Insidern im Sommer locker stemmen könnte.
Die Fans in Rio feiern sein Comeback. Seine Bewegung vor dem Tor erinnert an die Tage in Basel, als er 2019/20 mit 18 Liga-Toren den FCB an die Tabellenspitze schoss. Europas Scouts schrieben sich damals Namen auf, die italienische Presse nannte ihn „Il nuovo Adriano“. Das war vor dem Transfer nach Florenz, bevor er in der Serie A 37 Spiele auf zwei Treffer kam.

Warum brasilien ihm die freiheit gibt
In Lissabon wurde Cabral nur Leihgabe, in Florenz lief er meist nach Plan. Botafogo-Coach Bruno Lage dagegen erlaubt ihm tiefe Läufe zwischen die Innenverteidiger – seine Paradedisziplin. Die Tempo-Dribblings, die ihn einst in der Super League auszeichneten, kehren zurück. Seine Schussquote liegt bei 0,55 Toren pro 90 Minuten, höher als in jedem seiner europäischen Jahre.
Corinthians sucht einen Ersatz für Yuri Alberto, der sich im März das Kreuzband riss. Cabral passt ins Profil: körperbetont, kopfballstark, erfahren in internationalen Wettbewerben. Sportdirector Roberto de Andrade soll bereits mit Botafogo-Konkurrent Flamengo telefoniert haben, um die Ablöse-Schmerzgrenze auszuloten.
Ein Wechsel würde Cabral in die Copa Libertadores katapultieren – und wieder ins Blickfeld europäischer Klubs. Seine Ausstiegsklausel liegt bei 12 Millionen Euro, ein Betrag, der sich bei längerfristiger Form schnell amortisiert. Denn eines ist klar: Tore in der Libertadores zählen doppelt auf dem Transfermarkt.
Cabral selbst schweigt über Gerüchte. Nach dem 2:0 gegen Fluminense verließ er mit Sonnenbrille und Kopfhörer das Stadion – und lächelte. Das reicht, um in São Paulo neue Trikots mit seiner Nummer 9 zu drucken.
