Arsenal zerquetscht leverkusens traum – eze schlägt den nagel ins bayer-kreuz
London war kein Theater, sondern eine Abreibung. Arsenal drehte auf, Leverkusen drehte ab – 2:0 im Rückspiel, 3:1 gesamt, Ende der Champions-League-Reise für die Werkself.
Blaswich rettte, aber er konnte nicht zaubern
Janis Blaswich hielt seine Farben mit sieben Top-Paraden im ersten Durchgang über Wasser, doch die Gunners schossen dreimal so oft wie im Hinspiel. Die Statistik spricht klare Sprache: 23 Torschüsse zu 6, 66 % Ballbesitz, eine xG von 2,4 – Zahlen, die wehtun. „Es war ein komplett anderes Spiel“, sagte Blaswich, und man hörte die Erschöpfung zwischen den Sätzen.
In der 56. Minute dann der Moment, der alte Lieder aufploppen lässt: Eberechi Eze nimmt den Ball aus 22 Metern, zieht mit links ins lange Eck – keine Chance. „So einen Treffer bekommt man vielleicht einmal im Jahr“, murmelte Robert Andrich, „heute war unser Tag nicht.“
Declan Rice machte mit einem sehenswerten Freistoß in der 76. Minute den Deckel drauf. Leverkusen kam kaum in die Box, zwei halbe Chancen durch Wirtz und Boniface reichten nicht, um David Raya zu bespaßen.

Andrich lobt cleverness – und kassiert selbst die quittung
„Arsenal war cleverer, effektiver, sie haben das Spiel kontrolliert“, gestand Andrich, der als Sechser kaum Zugriff fand. Seine Statistik: 45 % Zweikampfquote, null Schlüsselpass, null Torschuss. Die Werkself lief, aber lief im Leerlauf.
Die Gunners spielten nicht nur mit dem Ball, sondern mit der Uhr. Sie zogen die Leverkusener in die eigene Hälfte, ließen sie laufen, bis die Beine schwer wurden. „Wir haben offensiv reingehauen, aber es kam wenig Ertrag“, sagte Andrich – ein Satz, der wie ein Epitaph klingt.
Trainer Xabi Alonso wechselte früh dreifach, stellte auf Dreierkette um – nichts half. Die Räume, die im Hinspiel noch offenstanden, waren zugemauert. Arsenal spielte Schach, Leverkusen spielte Roulette – und verlor.

Pokal statt paris: bayern wartet, bayer hadert
Die Saison ist nicht zu Ende, aber der Höhenflug bekommt Risse. Am 2. April empfängt die Werkself im DFB-Pokal-Halbfinale den FC Bayern, in der Liga liegt man vier Punkte hinter Platz vier. „Wir müssen stolz sein, aber wir müssen auch weitermachen“, forderte Blaswich. Der Blick richtet sich nach vorne – ohne Champions-League-Prämie, dafür mit Hausaufgaben.
Die Lektion aus London: Träume sind gut, Cleverness ist besser. Arsenal zieht ins Viertelfinale ein, Leverkusen in die Realität zurück. Die Welt dreht sich weiter – nur nicht mehr in Europas Königsklasse.
