Arsenal und der eckball-wahnsinn: eine zauberformel verändert die premier league
Zweiundzwanzig Tore nach Eckbällen, eine Quote von über 37 Prozent aller eigenen Saisontreffer, mehr als zwei Stunden kumulierte Wartezeit für die Gegner – der FC Arsenal hat die Premier League nicht nur taktisch, sondern auch emotional gespalten. Mikel Artetas Mannschaft führt die Tabelle an und erntet dafür vor allem eines: Verachtung.
Der mann hinter der formel heißt nicolas jover
Das Londoner Derby gegen den FC Chelsea in der 66. Spielminute war nur das jüngste Kapitel dieser Geschichte. Declan Rice trat scharf, Jurrien Timber köpfte, Robert Sánchez irrte im Fünfmeterraum umher – 2:1 für Arsenal. Eine Szene, die in dieser Saison schon 21 Mal zuvor zu beobachten war. Wer die Choreografie entworfen hat, ist kein Geheimnis mehr: Nicolas Jover, 44, in Berlin geboren, Franzose von Herkunft, seit der Saison 2021/22 Standardtrainer bei den Gunners. Zuvor war er bei Manchester City tätig. Was genau er seinen Spielern einimpft, bleibt dagegen streng geheim. Arsenalinsider berichtet, dass die Vereinsverantwortlichen Jover mit einem Interviewverbot belegt haben. Keine Worte nach außen. Keine Einblicke. Nur Tore.

Jeff powell, arne slot und das kollektive unbehagen
Die Reaktionen aus dem Fußball klingen manchmal wie aus einem Therapiegespräch. Liverpool-Trainer Arne Slot sagte offen: „Hier kannst du dem Torwart fast ins Gesicht schlagen.
