Arsenal kapituliert in manchester – city schnuppert an der tabellenspitze

Der Traum vom ersten Meistertitel seit 20 Jahre bekommt Risse. Arsenal verliert das Gipfeltreffen bei Manchester City mit 1:2 und muss am 34. Spieltag den bitteren Geschmack von Déjà-vu ertragen.

Arteta redet sich in rage, haaland trifft – wieder

Mikel Arteta stemmte sich nach Abpfiff gegen die Entzauberung, doch die Zahlen lügen nicht: vier Niederlagen in Folge, drei Wettbewerbe, ein Titel weg. „Ich glaube heute daran“, schmetterte der Spanier, „und ich werde auch am Mittwoch daran glauben.“ Glauben allein reicht aber nicht, wenn Erling Haaland in der 65. Minute erneut die Killer-Instinkt-Gangart aufzieht und mit links ins lange Eck trifft.

Rayan Cherki hatte City schon früh in Führung gebracht, Kai Havertz glich mit dem Kopf aus. Dann passierte … nichts. Arsenal dominierte 62 Prozent Ballbesitz, schoss aber nur dreimal aufs Tor. Die Statistik verrät auch, dass die Londoner seit Mitte März in der Liga nur noch fünf von möglichen 18 Punkten geholt haben.

Vorsprung schmilzt – und die geschichte droht sich zu wiederholen

Vorsprung schmilzt – und die geschichte droht sich zu wiederholen

Die Tabelle lügt zwar noch: 70 Punkte stehen für Arsenal, drei mehr als für City, das ein Spiel weniger hat. Doch das Torverhältnis (+37 zu +36) ist so eng wie ein Seil, an dem sich beide Klubs in den letzten vier Spieltagen aufhängen werden. 2023 platzte die Arsenal-Seifenblase am 37. Spieltag, 2024 schon am 35. Die Spieler wissen, was jetzt kommt.

Pep Guardiola warnte trotz des Big-Points trotzig vor Selbstzufriedenheit. „Wer ist Tabellenführer? Nicht wir. Wer hat die bessere Tordifferenz? Auch nicht wir.“ Der Katalane spielte den Underdog – und ließ seine Mannschaft sofort wieder in die defensive Deckung gehen, wo sie in den letzten Jahren am besten funktioniert.

Für Arsenal geht es am Mittwoch nach Tottenham. Ein Nordlondon-Derby, ein Sechs-Punkte-Spiel, ein Psychotest. Werden sie dort erneut stolpern, ist die Meisterschaft wohl endgültig eine Kopie der letzten beiden Jahre – nur mit anderen Datum und anderen Tränen.