Arda gülér schockt elche mit 65-meter-kracher: real drängt barça
Kopf hoch, ein Schritt, Ball auf Weiß – und dann donnerte Arda Gülér den Ruhestand von Matías Dituro aus 65 Metern in die Nacht von Valdebebas. Real Madrid schlug Elche 4:1, doch die Zahl interessierte nach Abpfiff niemanden. Das Stadion schrie nur einen Namen.
„Für dieses tor zahle ich eintritt“
Álvaro Arbeloa stützte sich mit beiden Händen auf die Bande, als hätte er selbst den Schlag abbekommen. „Alle hielten sich den Schädel. Alle.“ Sein Türke wischte die Szene herunter wie ein verschüttetes Glas Wasser. „Ich sah Dituro zu weit vor dem Strafraum. Dann zielte ich.“ Genau das macht Gülér gefährlich: Er träumt nicht, er kalkuliert. Schon gegen Osasuna hatte er die Latte geknallt; diesmal schlug der Ball links unten ein, der Keeper war noch im falschen Film.
Antonio Rüdiger hatte vor der Pause per Kopf auf 1:0 erhöht, Vinícius und Valverde schraubten das Ergebnis auf 4:0, ehe Elche in der Nachspielzeit den Konsolationspreis erhielt. Doch die Statistik verblasst, sobald das Video des Tages in den sozialen Netzen kreist: binnen 90 Minuten 3,2 Millionen Abrufe, #GulerGoal trendiert weltweit.

Madrid erhält schützenhilfe für manchester-crunch
Mit dem Sieg verkürzt Real den Rückstand auf Spitzenreiter Barcelona auf zwei Punkte. Am Dienstag (21.00 Uhr) reicht dem Titelverteidiger ein Remis bei Manchester City, um das Champions-League-Viertelfinale zu erreichen. Nach dem 3:0 im Hinspiel sind die Königlichen Favorit – und jetzt auch angeheizt. „Wenn die Jungs so bereitstehen, brauche ich keine Motivationsreden halten“, sagte Arbeloa. Der Blick geht schon weiter: Im Halbfinale wartet wohl Bayern, das Atalanta mit 6:1 zerlegte.
Gülér selbst schritt nach Abpflick die Kabine entlang, Telefon in der Hand. Die Nachricht von Cenk Tosun stand oben: „Willkommen im Klub der Wahnsinnigen.“ Der 20-Jährige lachte, zog das Kapuzen-Tuch tiefer ins Gesicht. Was für ein Abend. Was für ein Schuss. Und was für eine Warnung an Europa: In Madrid träumen sie wieder laut.
