Arbeloa will rüdiger eine statue setzen – doch der vertrag läuft ab

Álvaro Arbeloa schwärmt, Antonio Rüdiger schweigt. Am Samstag, 24 Stunden vor dem Madrider Stadtderby, wirbt der Real-Coach für seinen Abwehrmann, als ginge es um die Wahl zum Präsidenten. „Ich würde ihm eine Statue bauen und in meinen Garten stellen“, sagt Arbeloa – während der 33-jährige Weltmeister noch immer kein neues Arbeitspapier in der Tasche hat.

Die knie-therapie in london war der schlüssel

Die knie-therapie in london war der schlüssel

Versteckt zwischen den Lobeshymnen verrät Arbeloa, warum Rüdiger in den letzten neun Pflichtspielen achtmal von Anfang an stand: Eine Spezialbehandlung in London hat seine chronischen Kniebeschwerden gebändigt. „Er sagte mir: ‚Coach, im März bin ich da, wenn es richtig kracht‘. Die Therapie hat funktioniert“, berichtet der Trainer. Die Zahlen sprechen mit: 17 Einsätze, 1.425 Minuten – das ist weniger als die Hälfte der möglichen Spielzeit, doch in den entscheidenden K.o.-Duellen gegen Benfica und Manchester City blieb er durchspielen.

Die Botschaft ist klar: Ohne Rüdiger wäre das Viertelfinale gegen Bayern München nicht in Reichweite. Real gewann alle vier Duelle in der Champions-League-Zwischenrunde und im Achtelfinale – mit Rüdiger als Beton-Sechzehner. Nun steht der deutsche Verteidiger vor der letzten Chance, sich für eine Verlängerung bis 2027 zu empfehlen.

Arbeloa betont, sich nicht in Vertragsdetails einmischen zu wollen. Gleichzeitig lässt er keinen Zweifel daran, wen er in der Kabine als Vorbild sieht. „Die Jungen sollen sich an ihm orientieren. Wir können uns glücklich schätzen, Herrn Antonio Rüdiger zu haben.“ Die Floskel klingt wie ein Appell an die Geschäftsführung, die bislang keine Zusage ausgesprochen hat.

Die Uhr tickt. Im Sommer läuft die Klausel aus, Madrid spart 15 Millionen Euro Gehalt. Doch wer den Leader der Verteidigung ziehen lässt, riskiert eine Lücke, die im April gegen Bayern erst richtig weh tun könnte. Arbeloa hat seine Meinung kundgetan – jetzt liegt der Ball bei Rüdiger und den Verantwortlichen. Entscheidung bis Mai, sonst wird die Statue nur ein Garten-Traum.