Aranburu jubelt in galdakao – ayuso fliegt mit magenkrämpfen raus

Alex Aranburu hat die Basken-Rundfahrt erneut im Alleingang erobert. Zwölf Monate nach seinem letzten Sieg feierte der 29-Jährige vor heimischem Publikum einen Kraftakt gegen Tobias Halland Johannessen. Doch während die Straßen von Galdakao tobten, saß Juan Ayuso bereits im Bus – mit leerem Magen und voller Frust.

Die krankheit, die alles kaputtmacht

„Ich bin vom Ziel zum Bus gesprintet, nur um auf die Toilette zu kommen. Das war meine schnellste Zeit des Tages“, sagte Ayuso trocken. Die Magenprobleme des UAE-Teams hatten ihn schon in der Nacht geplagt, doch Start verboten gab es nicht. Am Vormittag brach er nach 67 Kilometern zusammen. Weg sein weißes Trikot, weg seine Generalprobe für die Tour de France. Die Ärzte diagnostizierten eine leichte Darmgrippe – für Ayuso bedeutet sie den vorzeitigen Abflug aus dem Baskenland.

Die Spanier verlieren damit ihren besten Klassementsmann. Ayuso lag vor dem Rennen Gesamt-fünfter, nur 24 Sekunden hinter Paul Seixas. Nun müssen sie auf Carlos Rodríguez setzen, der 41 Sekunden Rückstand auf den Brasilianer verkraftet.

Acht anstiege, 3840 höhenmeter – die königsetappe lockt

Acht anstiege, 3840 höhenmeter – die königsetappe lockt

Die Itzulia entscheidet sich am Freitag auf der legendären Etappe nach Eibar. 176,2 Kilometer, acht kategorisierte Anstiege, drei Erster-Kategorie-Rampe – und der Urkaregi als Schiedsrichter. Wer hier zittert, verliert. Wer attackiert, kann Seixas noch aus dem Trikot schütteln. Die Favoriten rechnen sich Chancen aus: „Das Profil ist wie ein Mini-Giro. Wer am Ende noch Beine hat, darf träumen“, sagt Mikel Landa, selbst ein Basken-Sohn.

Start ist um 13 Uhr mit neutralisiertem Beginn, Live-Bilder laufen ab 15:30 Uhr auf Eurosport 1 und HBO Max. Die baskische Fernsehan ETB beginnt bereits um 15 Uhr, Radio MARCA begleitet das Rennen mit Kommentaren bis ins Ziel. Wer verpasst, findet alle Clips in der HBO-Max-Mediathek – und auf unserer Seite die Analyse, warum Urkaregi häufiger Männer zerbricht als sie rettet.

Aranburu trinkt heute noch ein Glas Txakoli auf seinen Sieg. Ayuso fliegt nach Palma, um sich auf die Ardennen vorzubereiten. Die Itzulia aber bleibt offen – und das Bergmonster von Eibar wartet.