Antonelli schickt russell in die wüste – patrese sieht weltmeister
Riccardo Patrese lacht, als er die Frage hört. „Kimi kann dieses Jahr Weltmeister werden. Und wenn er George schlägt, steht er mit Verstappen, Hamilton und Schumacher in einer Reihe.“ Der Italiener, 6-facher GP-Sieger, kennt Antonelli seit Kartzeiten. Sein Sohn Lorenzo fuhr damals unter Dino Chiesas legendärem Zelt mit. „Ich habe den Jungen beim Training beobachtet – er war schon damals ein kleiner Killer.“
Patrese erklärt, warum mercedes jetzt zittert
Die neue W 15 ist so dominant, dass interne Duelle die Titel-Frage entscheiden. „Wenn Kimi Russell schlägt, gewinnt er das Rennen. Punkt. George wird abends schlecht schlafen“, sagt Patrese. Die Zahlen sprechen: Antonellis Debütsieg in Melbourne war fehlerfrei, Reifen gespart, Tempo auf Abruf. Russell kam nie näher als 2,3 Sekunden.
Toto Wolff habe „eine Doppel-Wette“ abgeschlossen, so Patrese. „Er hat George durchs Institut geschleust, Kimi aber von heute auf morgen in die F1 geworfen. Wenn der 19-Jährige jetzt den Titel holt, ist das Toto’s Triumph und Russell’s Albtraum.“

Was antonelli noch fehlt – und warum das kein mangel ist
„Er muss lernen, im Boxenlager zu überleben“, räumt Patrese ein. „Aber das lernt er in zwei Rennen. Das Timing, wann man dem Teamchef ins Ohr spricht, wann man schweigt – Kimi ist ein Schwamm.“ Selbst die verhassten Hybrid-Boost-Knöpfe? „Er drückt sie mit demselben Gesichtsausdruck, mit dem er früher in Berg-Kurven einstach.“
Die alte Schule fehlt Patrese trotzdem. „Früher war F1 ein Kampf Mann gegen Mann. Heute gewinnt der beste Ingenieur. Aber Kimi bringt das Feeling zurück – das Vollgas-Gen, das ich bei Senna gesehen habe.“
Sein Sohn Lorenzo fährt in diesem Jahr IMSA und die 24 h von Le Mans. „Er will die Hypercar-Elite erreichen. Wenn er Kimi dort trifft, wird’s ein Familien-Duell auf höchstem Niveau.“
Patrese nickt zum Abschied. „Meine sechs Siege? Vergiss sie. Kimi wird sie überflügeln – und zwar schon 2026.“
