Anna-lena forster schlägt zurück: gold im riesenslalom trotz konkurrenz-aus

Anna-Lena Forster hat wieder zugeschlagen. Die Monoskifahrerin aus dem deutschen Team sichert sich in Cortina d’Ampezzo ihre zweite Goldmedaille bei den Paralympics 2026 – und das mit einer klaren Botschaft: Sie ist nicht nur schnell, sie ist konstant. Nach Gold in der Abfahrt und Silber in der Super-Kombination dominiert sie nun auch den Riesenslalom der sitzenden Klasse.

Forster nutzt den ausfall von pascual seco

Der Kurs „Olympia delle Tofane“ war kein Zuckerschlecken. Eisig, steil, unverzeihlich. Doch Forster fuhr wie auf Schienen. Schon nach Lauf eins lag sie in Führung – und ließ im Finale nichts anbrennen. Ihre ärgste Konkurrentin, Audrey Pascual Seco, war im ersten Lauf raus. Ein Fehler, der Forsters Weg freimachte, aber nichts an der Leistung schmälert.

Momoka Muraoka, die Japanerin, die erst wenige Wochen nach einem Schlüsselbeinbruch zurückkehrte, holte Silber – 1,28 Sekunden hinter Forster. Bronze ging an Sitong Liu aus China (+4,15 Sek.). Für Forster ist es der dritte Podestplatz in diesem Turnier – und der wohl souveräneste.

Rothfuss zurück auf der piste – und direkt im gespräch

Rothfuss zurück auf der piste – und direkt im gespräch

Während Forster jubelt, kämpft Andrea Rothfuss um ihr Comeback. Nach Jahren der Pause wegen Depressionen wurde sie Vierte in der stehenden Klasse – ein Resultat, das mehr ist als nur ein Platz. Es ist ein Statement. Die 26-Jährige zeigte, dass sie noch dabei ist. Gold ging an Ebba Aarsjoe aus Schweden, Silber an Warwara Woronchikhina, Bronze an Aurelie Richard.

Maya Fügenschuh, 17 Jahre alt, debütierte im Riesenslalom der Sehbeeinträchtigten. Platz neun – nicht spektakulär, aber mit Herz. „Einfach der Wahnsinn, hier runterzufahren“, sagte sie nach dem Rennen. Ihre Sehfähigkeit: nur sechs Prozent. Ihr Guide Johanna Holzmann war ihre Augen auf der Piste.

Deutschland feiert auch im eishockey

Deutschland feiert auch im eishockey

Nicht nur auf der Piste, auch auf dem Eis gab es Grund zum Jubeln. Das deutsche Para-Eishockey-Team beendete eine 20-jährige Sieglos-Serie und schlug die Slowakei in der Verlängerung 4:3. Felix Schrader schoss alle vier Tore – ein One-Man-Show, die vor allem eines war: überfällig.

Deutschland spielt nun um Platz fünf – gegen Japan oder Italien. Die Medaillenjagd geht weiter. Und Forster? Die ist noch lange nicht fertig.