Anna trocker schreibt ski-geschichte: doppel-gold mit 2,29 sekunden vorsprung

Mit einem Vorsprung von 2,29 Sekunden lässt Anna Trocker die Konkurrenz alt aussehen. Die 16-Jährige aus dem Seiser Alm Ski Team räumte in Narvik Slalom und Riesenslalom ab – ein Kunststück, das zuvor keiner Italienerin bei der Junioren-WM gelungen war.

Ein mädchen, zwei ski, drei medaillen

Ein mädchen, zwei ski, drei medaillen

Die Uhr stoppte bei 1:38,44 Minuten. Dahinter war nichts. Leonie Raich, die beste Österreicherin, schaffte nur 1:40,73 – Trockers Tempo war unerreichbar. Dazu gesellte sich Silber in der Team-Kombination mit Ludovica Righi. Drei Starts, drei Podeste. Das klingt nach Leichtigkeit, ist aber das Resultat eines Jahres, in dem sie fast täglich mit Schwester Nadine und Trainer Arnold Karbon auf Hafling trainierte.

Der Blick geht jetzt nach Kvitfjell/Hafjell. Die World-Cup-Finals stehen an, und Trocker hat Startrechte sowohl für Slalom als auch für Riesenslalom. „Wir schauen, dass sie nicht zu viel auf einmal bekommt“, sagt Bundestrainerin Karin Baur. „Aber wer so dominiert, darf sich träumen.“

Geboren am 23. Dezember 2008, Tochter von Ex-Weltcupsiegerin Manuela Mair, steht Trocker vor dem Sprung in die Elite. Ihre Linie in Narvik: spät eintauchen, früh auftauchen, Kantenwechsel ohne Zeitverlust. Technik, die an Mikaela Shiffrin erinnert – nur mit 13 Jahren weniger auf dem Buckel.

Die Zahlen sprechen für sich: 3,42 Sekunden Vorsprung im zweiten Slalom-Durchgang, 2,29 im Gesamtergebnis. Wer so abräumt, muss nicht lange überlegen. Kvitfjell, bereit dich zu machen.