Andi obst bleibt: bayerns millionen-deal spaltet die liga
Andi Obst unterschreibt bis 2029 bei Bayern München und kassiert fast zwei Millionen Euro pro Jahr – ein Schlag ins Wasser, der durch die ganze Basketball-Bundesliga hallt. Während der Deutsche Meister sich den besten Dreier-Schützen Europas gesichert hat, rätselt der Rest der Liga: Ist das Rettung oder Verrat?

Warum alle jubeln – und trotzdem sauer sind
Bundestrainer Alex Mumbru atmet auf: „Die Fans können ihn weiter live erleben“, sagt er und klingt wie ein Mann, der gerade einen Fünf-Jahres-Plan gerettet hat. Doch hinter den Kulissen rechnet die Liga heimlich neu. Thorsten Leibenath aus Ulm nennt den Deal „selbstverständlich gut für die BBL“, flüstert aber hinterher: „Unsere Aufgabe wird ungleich schwerer.“ Das ist die Höflichkeitsversion von: Wir haben kaum noch eine Chance.
Marco Baldi, Geschäftsführer von Alba Berlin, legt nach: „Die Zahlen sind veröffentlicht – Bayern ist budgetär enteilt.“ Mit anderen Worten: Die Liga spielt Kreisliga, München ChampionsLeague. Die Kluft wächst, und keiner weiß, wie man sie schließt.
Gerrit Kersten-Thiele von Rasta Vechta versucht es mit Sportsgeist: „Was er verdient, verdient er.“ Doch selbst das klingt wie ein Schulterzucken vor dem Bankrott. Kévin Anstett aus Rostock erfindet sich neu: „Wir brauchen einen starken Klub für ein starkes Produkt.“ Das ist die PR-Version von: Ohne Bayern läuft nichts, mit Bayern läuft nur Bayern.
Obst selbst schweigt zu den Zahlen. Er trifft weiter Dreier, als wären es Sparbüchsen. Die Liga schaut zu, applaudiert – und zählt eigene Cent. Am Ende bleibt eine Erkenntnis: Der beste Schütze Europas spielt künftig nur noch in München. Der Rest darf zusehen – und zahlen.
