Anderson fegt akron weg, ensminger scheitert im ot-krimi: deutsches march-madness-drama
18 Punkte, fünf Assists, ein entscheidender Steal: Christian Anderson hat Texas Tech mit 91:71 gegen Akron gelutscht und die Red Raiders souverän in Runde zwei geschoben. 3.000 Meilen weiter westen fluchte Jake Ensminger nach 39 Herzinfarkt-Minuten und einem Buzzer-Beater, der Santa Clara in die Verlängerung schickte – am Ende 84:89 gegen Kentucky.
Andersons breakout-game kommt zur richtigen zeit
Der Ball war noch warm, da hatte der Würzburger schon 13 Zähler auf dem Konto. Akron versuchte Zone, Man-to-Man, Double-Team – nichts fror den 1,93-Meter-Guard ein. Als dann Mitte zweiter Halbzeit sein Backcourt-Steal zum 67:52-Fastbreak führte, war die Halle in Charlotte erledigt. Texas Tech trifft 57 % aus dem Feld, versenkt 13 Dreier und zeigt: Toppin oder nicht – wir haben Tiefe. Fünf Spieler zweistellig, Bench outscort Akrons Bank 37:18. Nächster Gegner: entweder Alabama oder Hofstra. Andersons Kommentar: „Wir wollen Samstag wieder 18 Uhr spielen – Punkt.“

Ensmingers traum endet mit oweh-hammer
2,4 Sekunden. So viel Zeit brauchte Kentucky-Flügel Otega Oweh, um Santa Claras Herz herauszureißen. 70:73, Einwurf, wilder Step-back von der linken Baseline – rein, 73:73. In der Overtime drehten die Wildcats einen 8:0-Run auf, Ensminger traf zwar noch den Dreier zum 84:87, doch am Ende stehen 14 Punkte und acht Rebounds im leeren Korb. 35 Punkte, acht Boards, sieben Assists – Oweh schreibt NCAA-Geschichte und lässt Ensminger mit den Tränen. „Wir haben alles rausgehauen, aber er war heute nicht zu stoppen“, sagte der Augsburger, der mit 5/8 FG seine beste March-Madness-Partie lieferte – und trotzdem fliegt.
Für die beiden deutschen Hoffnungsträger bleibt: einmal Jubel, einmal K.o. – doch beide haben gezeigt, dass deutsche Spieler nicht nur mitspielen, sondern entscheiden.
