Amstel gold race: evenepoel zum sieg favorit – pogacar fehlt!
Maastricht – Die holländische Klassiker-Saison erreicht ihren Höhepunkt: Am morgigen Sonntag wird die 60. Amstel Gold Race ausgetragen. Während die großen internationalen Stars wie Pogacar, Vingegaard, Van Aert und Van der Poel fehlen, kristallisiert sich Remco Evenepoel zum unangefochtenen Favoriten dieser anspruchsvollen Ardennenklassiker-Etappe.
Die taktik des jahres: evenepoel auf dem weg zum tour-triumph
Letztes Jahr verpasste Tadej Pogacar den Sieg nur knapp, als er von Skjelmose in einem spannenden Sprint zu drei unterlegen war. Doch dieses Jahr sieht die Lage anders aus. Die Abwesenheit von Pogacar, Vingegaard, Van Aert und Van der Poel nimmt Evenepoel den Druck und ermöglicht ihm, die Rennen nach seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten. Insbesondere nach seinem beeindruckenden Comeback nach der Flandernrundfahrt, bei der er den dritten Platz belegte, scheint er in Topform zu sein.
Die Strecke führt von Maastricht nach Valkenburg über 257 Kilometer und präsentiert 33 kurze Anstiege mit einem Gesamtgefälle von 3.400 Metern. Der Cauberg, eine berühmte holländische Kletterei, liegt nur zwei Kilometer vor dem Ziel und wird entscheidend sein. Es wird ein Rennen voller taktischer Finessen und schneller Wechsel werden.

Die konkurrenz: kann jemand evenepoel stoppen?
Obwohl Evenepoel als klarer Favorit gilt, dürfen andere Fahrer nicht unterschätzt werden. Jorgenson, Laporte, Gregoire und Madouas gehören zu den ambitionierten Fahrern, die um das Podium kämpfen werden. Alaphilippe, bekannt für seine explosiven Aktionen, und Del Grosso, ein aufstrebender Stern, werden ebenfalls eine Rolle spielen. Auch der amtierende Sieger, Skjelmose, wird versuchen, seine Krone zu verteidigen, allerdings unter anderen Bedingungen.
Die italienische Tradition: Italien hat die Amstel Gold Race bereits sieben Mal gewonnen, darunter legendäre Erfolge von Zanini, Bartoli, Rebellin und Di Luca. Dieses Jahr setzen die Hoffnungen auf Ulissi, Velasco, Baroncini, Battistella, Frigo, Busatto, Mosca und Conci. Ob einer von ihnen in der Lage sein wird, Evenepoels Dominanz herauszufordern, bleibt abzuwarten.
Die Red Bull-Bora Hansgrohe Mannschaft setzt auf Evenepoel, der in seinen 23 Tagen im Tour de France bereits sieben Etappen gewinnen konnte. Seine Zeitfahraufleistungen waren beeindruckend, allerdings konnte er sich in direkten Duellen mit Vingegaard, Pogacar und Van der Poel bisher nicht durchsetzen. Ein Sieg in Valkenburg würde jedoch seine Vorbereitung auf die Liege-Bastogne-Liege enorm beflügeln, wo er erneut gegen Pogacar antreten wird.
Die entscheidenden Anstiege – Gulperberg, Kruisberg, Eyserbosweg und Fromberg – werden das Feld bereits früh dezimieren. Im finalen Circuit von Valkenburg, mit den Anstiegen Geulhemmerberg, Bemelerberg und dem ikonischen Cauberg, entscheidet sich dann, wer die Kräfte am besten einzuteilen weiß und den Sprint am Ende gewinnt. Der Cauberg, mit seinen durchschnittlichen 6-7% Steigung, ist der perfekte Sprungbrett für den entscheidenden Angriff.
Der Startschuss fällt mit 175 Fahrern aus 25 verschiedenen Teams. Die Spannung ist förmlich greifbar. Es wird ein Rennen, das die Fans in Atem halten wird.