Amoruso zerlegt lukaku: 'zweimal falsch gelaufen – profis trainieren'
Romelu Lukaku steht beim SSC Neapel nicht nur außerhalb des Kaders, sondern mittlerweile auch außerhalb der Moral. Lorenzo Amoruso, einst Abwehrchef von Fiorentina und Rangers, zündete am Mittwoch bei TMW Radio im Programm „Maracanà“ eine rhetorische Rakete auf den Belgier ab.

Amoruso: „conte hat sich für ihn verbogen“
„Antonio Conte hat für Lukaku die Hand ins Feuer gelegt, ihn zum Protagonisten gemacht – und dann verweigert der Spieler das Training in Castel Volturno“, sagte der 52-Jährige mit sichtlichem Unverständnis. „Das ist kefällig, das ist professionell ein Eigentor.“
Lukaku war nach seinem Muskelfaserriss auf konservative Therapie bestanden, Operation lehnte er ab. Die Folge: Rasmus Højlund rückte nach, trifft, macht das System rund – und Lukaku rutscht in die Reserveschublade. „Menschlich nachvollziehbar“, räumt Amoruso ein, „aber ein Profi kommt trotzdem zur Arbeit. Er hätte bis Saisonende durchbeißen und dann wechseln können. So trifft ihn die doppelte Strafe: sportlich untragbar, wirtschaftlich ein Millionengrab.“
Die Klubführung um Präsident Aurelio De Laurentiis reagierte umgehend mit einer empfindlichen Geldstrafe, die angeblich die Grenze von 500.000 Euro überschreitet. „Wer so handelt, dem glaubt kein Verein mehr, dass er in der Kabine Gas gibt“, warnt Amoruso. „Sein Marktwert sinkt täglich – und das nicht wegen der Muskeln, sondern wegen der Einstellung.“
Amoruso fordert öffentliche Einsicht: „Lukaku muss um Verzeihung bitten, sonst wird er zum lebenden Beweis dafür, dass Talent ohne Anstand nicht reicht.“
