Amorim landet in mailand: zweijahres-pakt mit milan schon fix
Der Deal ist so gut wie in trockenen Tüchern: Rubén Amorim wird neuer Trainer des AC Milan. Der Portugiese stellt seinen Koffer heute oder spätestens morgen auf italienischen Boden, um einen Zweijahresvertrag plus Option auf eine weitere Spielzeit zu unterzeichnen. Die Ablösesumme? 3,5 Millionen Euro brutto pro Saison, dazu Prämien für Titel und Champions-League-Qualifikation.
Warum der deal jetzt eilig ging
Gerry Cardinale zog gestern Abend den Hebel durch. Nach dem Scheitern in der Königsklasse musste der Milan-Boss die Trainerfrage schnell klären, um den Rest des Umbaus nicht zu gefährden. Amorim sagt Manchester United ab, verzichtet auf die noch ausstehende Vergütung bis 2027 und nimmt stattdessen die rotschwarze Herausforderung an. Das Signal ist klar: Milan will wieder angreifen.
Der 41-Jährige tritt die Nachfolge von Paulo Fonseca an, der in der vergangenen Saison wenig überzeugte. Für Amorim ist es die zweite Chance in einer der europäischen Topligen. Bei Sporting Lissabon holte er 2021 und 2022 die Meisterschaft, in Manchester lief es dagegen nur mäßig. Jetzt soll er aus dem durcheinandergewirbelten Kader wieder eine Einheit formen.

Krösche und hardung folgen wohl als nächstes
Noch bevor Amorim seine erste Trainingseinheit leitet, steht der nächste Personalpoker an. Markus Krösche, aktuell Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt, gilt als Favorit auf die technische Leitung. Mit im Gepäck hätte er Timmo Hardung, der dort das Scouting verantwortet. Beide wären in Mailand sofort handlungsfähig und könnten den Kader umbauen, bevor die Vorbereitung startet.
Die Kaderplanung steht ohnehin unter Zeitdruck. Nach dem Verpassen der Champions League muss Milan 30 bis 40 Millionen Euro durch Verkäufe generieren, gleichzeitig soll das Team jünger und schneller werden. Amorim bringt dafür ein klares Spielprinzip mit: 3-4-3 mit aggressiver Presse und schnellem Umschaltspiel. Die Frage ist nur, ob der vorhandene Spielermaterial diese Vorstellungen tragen kann.
Der letzte offene Posten ist der CEO. Nachdem Giorgio Furlani seinen Rückzug angekündigt hat, muss Cardinale noch einen Geschäftsführer finden, der die finanzielle und sportliche Linie vertritt. Bis dahin heißt es für Milan-Fans: Augen zu und durch. Der Neuanfang ist längst gestartet, nur die Reihenfolge der Personalien war bisher unklar.
Amorim wird heute in Malpensa landen – und womöglich schon mit dem Taxi durch die Mailänder Abendsonne brausen, um seinen Vertrag zu unterschreiben. Die Stadt wartet, der Klub wartet: Endlich wieder ein Trainer mit klarem Konzept und der Courage, ihn umzusetzen. Für Milan beginnt eine neue Ära – und zwar sofort.
