Amiri vor freude tränen: der wm-traum wird wahr!
Ein Anruf, der eine Karriere verändert: Nadiem Amiri gehört zur deutschen Nationalmannschaft für die WM in den USA, Mexiko und Kanada. Die emotionale Achterbahnfahrt des Mainzer Spielers, von der Ungläubigkeit bis zur überwältigenden Freude, wurde von der ZDF-Dokumentation „World Cup“ festgehalten – und zeigt eine Facette des Profifußballers, die selten so offen zu sehen ist.

Die fieberhafte wartezeit vor der entscheidung
Die Tage vor der Bekanntgabe des Kaders waren eine Zerreißprobe für Amiri. Er wartete, bangte, verlor angeblich zwei bis drei Kilo an Anspannung. Die Ungewissheit nagte an ihm, und die Vorstellung, vor der Kamera weinen zu müssen, widerstrebte ihm zutiefst. Doch das Schicksal hatte andere Pläne.
Der Moment der Entscheidung kam durch einen Anruf von Bundestrainer Julian Nagelsmann. „Ich bin dabei. Ich war gerade schockiert im Auto, weil er so normal am Telefon war“, berichtete Amiri später, sichtlich gerührt. „Aber er hat mir gesagt: ,Du bist dabei, Nadiem. Wir brauchen Dich‘.“ Die Worte des Trainers wirkten wie ein Weckruf, ein Beweis dafür, dass seine harte Arbeit und sein Engagement belohnt wurden. Der Kampf gegen viele andere talentierte Spieler hatte sich ausgezahlt.
Die ZDF-Dokumentation, die Amiri, David Raum und Nick Woltemade über eine ganze Saison begleitet, fing die emotionalen Ausbrüche ein. Der Moderator Tommi Schmitt war dabei, als Amiri aus einem Fahrzeug stieg und dem Moderator in die Arme fiel – ein Ausdruck der Erleichterung und des Glücks, den Worte kaum fassen konnten.
Doch die Freude wurde erst richtig perfekt, als Amiri das Video der offiziellen Nominierung sah, in dem seine Mutter, seine Frau und sein Sohn ihre Glückwünsche aussprachen. Tränen der Rührung liefen ihm über das Gesicht, als er die Unterstützung seiner Familie sah. „Das kam jetzt unerwartet“, gestand er überwältigt. „Ich bin gerade brutal überwältigt, der glücklichste Mensch auf der Welt.“
Nagelsmann selbst betonte, dass das Telefonat mit Amiri besonders emotional gewesen sei. „Nadiem Amiri war schon sehr emotional, weil er sehr spät Bescheid bekommen hat. Ich glaube, dass er nicht mehr damit gerechnet hat, dass er dabei ist.“ Für den 29-Jährigen ist es das erste große Turnier mit der Nationalmannschaft, obwohl er bereits 2019 sein Debüt unter Joachim Löw gefeiert hatte. Nach einer längeren Phase außerhalb des DFB-Teams hat er sich unter Nagelsmann zurückgekämpft – ein Beweis für seinen unbändigen Willen und seine Leidenschaft für den Fußball.
Die Nachricht von Amiris Nominierung ist nicht nur für ihn selbst ein Triumph, sondern auch für den gesamten FSV Mainz 05. Es zeigt, dass auch Spieler, die nicht immer im Rampenlicht stehen, das Potenzial haben, auf höchstem Niveau zu brillieren. Und es ist ein Zeichen dafür, dass Julian Nagelsmann bereit ist, auf unkonventionelle Weise zu denken und Spieler zu fördern, die vielleicht nicht unbedingt zu den Topstars gehören, aber dennoch eine wichtige Rolle im Team spielen können.
Nadiem Amiri geht nun voller Zuversicht und Entschlossenheit in die WM. Er wird alles geben, um sein Land zu vertreten und seinen Teil zum Erfolg der deutschen Nationalmannschaft beizutragen. Seine Geschichte ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass Träume wahr werden können, wenn man niemals aufgibt.
