Freigang-affäre droht: dfb-star vor disziplinarverfahren?
Schalke droht ein sportlicher und juristischer Sturm: Nationalspielerin Laura Freigang steht vor einem möglichen Ausschluss vom DFB-Team und einem Disziplinarverfahren, nachdem bei ihr im Rahmen von Anti-Doping-Kontrollen dreimal Meldeversäumnisse festgestellt wurden. Die Nachrichten schockieren den deutschen Fußball, insbesondere vor den wichtigen WM-Qualifikationsspielen.
Die details der nada-untersuchung
Laut Informationen der NADA, die auf SID-Anfrage Stellung nahmen, liegen derzeit keine Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen vor, jedoch wurden drei sogenannte „Strikes“ registriert. Diese beziehen sich auf versäumte Meldungen und Kontrollen, die nach den Anti-Doping-Regeln nicht namentlich veröffentlicht werden. Die NADA bestätigte, dass im vergangenen Jahr rund 300 solcher Strikes festgestellt wurden. Die Eintracht-Kapitänin soll demnach innerhalb eines Jahres dreimal nicht am angegebenen Ort anwesend gewesen sein, was zu einem Disziplinarverfahren durch den DFB führen könnte.
Ein mögliches Sperre von bis zu zwei Jahren droht Freigang, sollte das Verfahren eröffnet und der dritte Verstoß bestätigt werden. Der DFB hält sich bislang bedeckt und verweist auf die laufende Prüfung der Angelegenheit. „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äußern können“, so eine offizielle Stellungnahme.

Ausfall gegen norwegen und slowenien: wm-qualifikation in gefahr?
Bundestrainerin Christian Wück hatte bereits in der Vorwoche erklärt, dass Freigang nicht zum Kader für die entscheidenden WM-Qualifikationsspiele gegen Norwegen und Slowenien gehört. „Wir sehen andere Spielerinnen auf ihrer Position vor ihr“, so Wück. Die 28-Jährige wurde lediglich auf Abruf nominiert, was nun angesichts der drohenden Konsequenzen noch brisanter erscheint.
Die Nachricht kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da die deutsche Nationalmannschaft die Qualifikation für die Weltmeisterschaft ernst nehmen muss. Der Druck auf das Team ist enorm, und der Ausfall einer Leistungsträgerin wie Freigang könnte sich negativ auf die Ergebnisse auswirken. Doch was niemand öffentlich thematisiert: Die Affäre wirft ein schlechtes Licht auf die Professionalität im deutschen Frauenfußball und könnte weitere Untersuchungen nach sich ziehen.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Bleibt abzuwarten, ob die NADA weitere Details bekannt gibt und wie der DFB mit der Situation umgeht. Die Fans des deutschen Frauenfußballs hoffen, dass sich die Angelegenheit schnell und fair klärt, um den sportlichen Erfolg der Nationalmannschaft nicht zu gefährden.
