Amber glenn stürzt ab: us-star verpasst wm-medaille mit katastrophen-kür
Prag – Was für ein Drama! Amber Glenn riss nach einer Drehung den Rittberger ab, verlor die Kontrolle und mit ihr die letzte Hoffnung auf eine WM-Medaille. Die 26-jährige US-Amerikanerin fiel von Platz drei auf Rang sechs – und brach auf dem Eis in Tränen aus.
Der salchow war der erste riss im traum
Glenn hatte den Dreifach-Axel sicher gelandet, das O2 Arena-Publikum tobte. Doch beim Salchow wackelte sie, und als der Rittberger misslang, war die Konzentration weg. Kombination und Doppel-Axel folgten – beide nicht sauber. Die Kür endete mit 112,34 Punkten, ein Wert, der sie auf 194,88 Gesamtpunkte zurückwarf.
Hinter ihr jubelte Kaori Sakamoto. Die Japanerin lief 150,10 Punkte ein, ihre persönliche Bestleistung, und sicherte sich vor dem Karriereende noch einmal Gold. Glenn blieb nur der Anblick der japanischen Flagge, die sich über der Eisfläche spannte.

Mailand-frust schlug in prag-tränen um
Bereits in Mailand war Glenn nach einem Kurzprogramm-Patzer auf Rang fünf gerutscht. Die WM sollte die Wiedergutmachung sein, doch das nächste Großereignis endete mit dem nächsten Kollaps. „Ich weiß nicht, was in meinem Kopf passiert ist“, sagte sie zwischen Schluchzern, „ich habe nur noch Leere gespürt.“
Trainer Damon Allen fasste sie an den Schultern, doch die Tränen ließen sich nicht mehr stoppen. 2,64 Punkte fehlten zur Bronzemedaille, die nun Isabeau Levito aus den USA trägt. Eine Differenz, die in der Eiskunstlauf-Welt so groß wirkt wie ein Abgrund.
Glenn wird jetzt zwei Wochen Pause machen, bevor sie das nächste Trainingslager in Colorado Springs aufschlägt. Die Saison 2027 beginnt im Oktober – und mit ihr die nächste Chance, endlich dem Fluch der verpassten Medaillen zu entkommen. Die Uhr tickt. Glenn ist 26, und in ihrer Sportart zählt jedes Jahr doppelt.
