Amber glenn schlägt trump aus – gold-star verweigert weißes haus

Gold im Gepäck, Kritik auf den Lippen: Die neue Eiskunstlauf-Königin Amber Glenn lässt Präsident Donald Trump sitzen. Die 26-Jährige sagt ein mögliches Weißes-Haus-Treffen für das gesamte Olympia-Team ab – und stellt sich damit schützend vor ihre LGBTQIA+-Kolleginnen.

Die absage kommt vor der einladung

Noch hat das Weiße Haus keinen Termin für die Eiskunstläufer freigeschaufelt, doch Glenns Position ist längst klar: „Ich entscheide mich dagegen“, erklärte sie am Donnerstag auf dem roten Teppich der GLAAD Media Awards in Beverly Hills. Mit derselben Entscheidung steht sie nicht allein: Auch das US-Frauen-Eishockeyteam, frisch mit Gold geschmückt, lehnte ab – offiziell wegen „Terminkollisionen“. Glenn nimmt das Vorwegsein der Absagen gelassen: „Es ist das Recht jedes Einzelnen, selbst zu entscheiden, was er unterstützt und was nicht.“

Pansexualität, so die Sportlerin, sei kein Nebenschauplatz, sondern Alltag. „Das ist etwas, worüber ich nicht einfach schweigen werde“, hatte sie schon vor dem Wettkampf in Mailand und Cortina gesagt. Dort holte sie im Teamwettbewerb Gold, nachdem das Einzel-Kurzprogramm nur Rang fünf gebracht hatte. Die Medaille trug sie gleich zur Gala – als sichtbares Statement.

Trump trifft auf stolze verweigerung

Trump trifft auf stolze verweigerung

Die Verweigerungswelle ist politisch brisant. Trump hatte Olympiasieger nach seinem Amtsantritt stets ins Weiße House geladen – als Teil der traditionellen „America First“-Inszenierung. Glenn sprengt dieses Ritual. Ihre Haltung: Empathie vor Protokoll. Hasspostings? Kommen, gehen. „Ich habe so viel mehr Liebe erfahren“, sagt sie. Junge Sportler*innen würden vor allem das sehen: dass man Erfolg haben und dabei sich selbst bleiben kann.

Die Zahl, die zählt: 2026 ist das erste Olympiade-Jahr, in dem mehr US-Goldmedaillen von offen LGBTQIA+-Athleten gewonnen wurden als je zuvor. Glenn liefert das PR-Gegengewicht zur politischen Linie des Präsidenten – und macht daraus keinen Hehl. Das Weiße House schwieg bislang auf Anfragen.

Ein Treffen wird es also nicht geben. Stattdessen trainiert Glenn bereits wieder – mit Gold im Köcher und einer Botschaft, die lauter klingt als jede Wahlkampfrede: Macht Sport, nicht Politik, aber macht ihn auf euren Terms.