Amanda lear: lsd, dalí und pikante geständnisse bei 'belve'

Mailand – Die neue Staffel von Francesca Fagnanis polarisierender Talkshow 'Belve' auf Rai 2 startet mit einem Knall: Amanda Lear, das schillernde It-Girl der 70er, enthüllt pikante Details aus ihrem Leben, von LSD-Experimenten bis zu einer überraschenden Beziehung zu Salvador Dalí und seiner Frau Gala. Die erste Folge, die bereits am Dienstag, den 7. April, ausgestrahlt wird, verspricht explosive Enthüllungen und sorgt für Gesprächsstoff.

Dalís unerwartete akzeptanz und sexuelle enthaltsamkeit

Lear ließ in der Sendung verlauten, dass Dalí ihr gegenüber eine überraschende Offenheit zeigte. Während man angesichts ihrer Verbindung zu dem exzentrischen Maler eine Eifersucht Galas vermuten mag, empfing diese Lear stattdessen wie eine Tochter. „Er sagte, er brauche mich und ließ mich wie eine Tochter in seinem Haus wohnen. Er wollte ihn erfreuen“, so Lear. Doch die Beziehung war keineswegs rein sexuell: Dalí war impotent, was die Dynamik ihrer Interaktion zusätzlich komplizierte.

Besonders amüsant schilderte Lear, wie Dalí sie nach Dates mit von ihm präsentierten Verehrern befragte: „Er freute sich, zu wissen, dass ich mit einem hübschen Kerl glücklich war. Am nächsten Tag fragte er dann, wie es gelaufen ist.“ Doch die Frage, warum Dalí sie überhaupt benutzt habe, bleibt ihr im Kopf.

David bowie: „ein bisschen eklig“

David bowie: „ein bisschen eklig“

Nicht nur Dalí zählte zu den prominenten Persönlichkeiten in Lear’s Leben. Auch David Bowie fiel ihr – wenig schmeichelhaft – ins Auge: „Ich mochte ihn nicht besonders, blass, mager, rote Haare, keine Augenbrauen … ein bisschen eklig.“ Die Erinnerung daran, dass auch Bowie verheiratet war, ließ sie kurz innehalten. Seine Frau Angie habe ihr jedoch überraschend gesagt, dass sie mit ihrem Mann ausgehe, was für sie ein Zeichen einer offenen Beziehung war – allerdings ohne dass sie selbst eine Dreiecksbeziehung geführt habe.

Ambiguität, homosexualität und herzschmerz

Ambiguität, homosexualität und herzschmerz

Lear thematisierte auch die Ambivalenz ihrer Karriere: „Manchmal hasste ich dieses Amanda: dieses Image war ein Käfig.“ Sie gestand zahlreiche Beziehungen zu heterosexuellen Männern, betonte aber, dass diese ihr irgendwann langweilig würden. „Mit einem Schwulen ist es anders, es macht immer Spaß. Ich liebe Homosexuelle.“ Der Verlust ihres Mannes Alain Philippe, der in einem Brand ums Leben kam und selbst bisexuell war, traf sie besonders hart.

Auch Micaela Ramazzotti, bekannt für ihren Streit mit Ex-Mann Paolo Virzì, und Zeudi Di Palma, ehemalige Teilnehmerin des „Grande Fratello“, waren in der Sendung zu Gast und lieferten weitere pikante Einblicke. Ob die Tessera des berüchtigten „Circoletto“ gefunden wurde, bleibt allerdings ein ungelöstes Rätsel: „Ich war mit einem der Gesellschafter verheiratet.“

Die Enthüllungen von Amanda Lear und die weiteren Gäste versprechen eine unterhaltsame und aufschlussreiche Sendung, die die Grenzen des Konventionellen sprengt. Ob die schillernde Ikone mit ihren Geständnissen die Zuschauer spaltet oder begeistert, wird sich am Dienstag zeigen.