Alonso: miami zeigt potenzial, aber geduld ist gefragt
Miami war für Fernando
Alonso kein Festival der Fahrleistungen. Mit den Positionen 15 und 16 im Rennen und Sprint Qualifying blieb er deutlich hinter den Erwartungen zurück. Doch hinter der enttäuschenden Platzierung verbirgt sich ein Hoffnungsschimmer für Aston Martin – und ein aufschlussreicher Einblick in die strategische Ausrichtung des Teams für die Zukunft.Aston martin: ein solider fundamentstein für 2026
Es war nicht der erwartete Durchbruch, aber Aston Martin legte am Wochenende in Miami ein Fundament, das für die kommenden Rennen von Bedeutung sein könnte. 30 Sekunden Rückstand auf die Racing Bulls mögen viel erscheinen, aber es verdeutlicht, dass das Team die Lücke zu den Spitzenteams langsam zu schließen beginnt. Der duelo mit Sergio Pérez, in dem Alonso mit beeindruckenden Überholmanövern begeisterte, zeugte von seiner Klasse und dem Potenzial des AMR26.
„Bis zum 14. Rennen wird es keine große Verbesserung geben“, warnte Alonso nüchtern. Seine Worte unterstreichen die Herausforderungen, die noch vor dem Team liegen. Aber in den Gesichtern der Ingenieure und Mechaniker ließ sich eine Prise Optimismus erkennen – ein Zeichen dafür, dass die mühsame Arbeit Früchte trägt.

Honda: die rückbank spricht klartext
Während Alonso auf der Strecke kämpfte, feierte Honda im Hintergrund einen kleinen, aber bedeutenden Erfolg. Nach Suzuka kehrte ein AMR26 zur Fabrik in Sakura zurück, wo ein intensives Programm zur Verbesserung der Zuverlässigkeit durchgeführt wurde. Die Ergebnisse dieser Bemühungen sind nun sichtbar: Beide Aston Martin-Fahrzeuge überquerten die Ziellinie, ein Fortschritt, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
„Es wäre nicht logisch, zwei, drei oder vier Zehntel zu gewinnen, wenn wir am gleichen Platz bleiben“, betonte Alonso, der die Bedeutung der kontinuierlichen Verbesserung unterstrich. Shintaro Orihara, HRCs Streckeningenieur, bestätigte: „Wir haben positive Ergebnisse erzielt, da beide Autos ohne größere Probleme mit den Antriebseinheiten fertig geworden sind.“
Das Team hat die Vibrationen, die Alonso im Training plagten, deutlich reduzieren können. „Sie waren auf die Reifen zurückzuführen“, erklärte er. Die nun funktionierende Antriebseinheit ermöglichte es den Fahrern, ein besseres Tempo vorzugeben und das Auto in den Kurven optimal zu nutzen. Die Zuverlässigkeit, ein Eckpfeiler für zukünftigen Erfolg, wird nun zur Grundlage für weitere Leistungssteigerungen.
Der langfristige Erfolg des Honda-Aston-Martin-Projekts hängt von der Umsetzung gemeinsamer Ziele ab. Die Leistungssteigerung erfordert Zeit und eine kontinuierliche Verbesserung, die erst mit der Einführung der neuen Aerodynamikregeln im Jahr 2026 vollständig zum Tragen kommt. Miami war lediglich ein Zwischenstopp auf diesem langen Weg, ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Newey, der Architekt des Projekts, betonte in einer Pressekonferenz: „Wir müssen uns auf 2027 konzentrieren.“ Diese Aussage unterstreicht die langfristige Vision des Teams und die Notwendigkeit, geduldig zu sein. Die Entwicklung ist ein Marathon, kein Sprint.
Die Herausforderungen sind groß, aber die Zeichen stehen nicht schlecht. Aston Martin und Honda arbeiten Hand in Hand, um das Potenzial des Projekts auszuschöpfen. Die bevorstehenden Rennen werden zeigen, ob die geleistete Arbeit sich tatsächlich auszahlt und ob Alonso und sein Team in der Lage sind, den Anschluss an die Spitze zu halten.
