Alonso: honda zeigt aufwärtstrend – europa-einsatz in sicht?

Fernando Alonso kämpft weiter, und es gibt Licht am Ende des Tunnels: In Montreal gelang es dem Aston Martin Team, deutliche Fortschritte in Motor, Verteilung und Getriebe zu erzielen. Alonso erreichte erstmals das zweite Qualifying-Segment und verpasste die Top 16 um nur 0,4 Sekunden – ein kleiner Schritt, der viel bedeutet.

Die honda-ingenieure arbeiten fieberhaft an verbesserungen

Hinter den Kulissen bei Honda herrscht vorsichtiger Optimismus. Die kommende Phase, insbesondere der Übergang nach Europa, wird mit Spannung erwartet. Allerdings wird die sogenannte 'Spec B' Version der Antriebseinheit noch einige Monate auf sich warten lassen. Die FIA wird nach diesem Rennen in Montreal prüfen, welche Teams mehr als 2% hinter Mercedes und Red Bull zurückliegen, welche mehr als 4% und welche in die spezielle ADUO-Kategorie (Advanced Development Unit – ein neues Programm im aktuellen Reglement von 2026) fallen. Honda scheint hierfür am Rande zu stehen, mit einem Rückstand, der möglicherweise die 10%-Marke überschreitet.

Shintaro Orihara, der Chefingenieur bei Honda, gab nach dem Grand Prix von Kanada Einblicke in die Herausforderungen und Fortschritte. “Wir wissen genau, wo wir uns verbessern müssen – insbesondere bei der Verbrennung. Wir haben Ideen und sehen positive Anzeichen in den Daten”, erklärte er. Die Reduzierung der Reibung steht ebenfalls auf der Agenda, um die Leistung zu steigern. “Diese Liste steht in unserer Fabrik, und wir arbeiten an allen Aspekten”, fügte er hinzu.

Ein hoffnungsschimmer für zandvoort?

Ein hoffnungsschimmer für zandvoort?

Das entscheidende Detail ist der Zeitpunkt der Einführung der verbesserten 'Spec B' Version des Motors. Bisher hatten sich die Verantwortlichen bei Honda zurückhaltend bezüglich konkreter Zeitangaben geäußert. Nun scheint sich dies geändert zu haben: “Die Entwicklung ist ein langfristiger Prozess, aber wir sprechen nicht vom Ende der Saison. Wir werden vor der Sommerpause Fortschritte sehen, das ist unser Ziel”, so Orihara. Sollte es Honda gelingen, den Zeitplan einzuhalten, könnte in Zandvoort (Niederlande) eine Kombination aus dem verbesserten 'Spec B' Motor und dem ersten großen Aerodynamik-Paket von Aston Martin zum Tragen kommen. Dieses Paket war in der Vorsaison eingefroren, um das Budget zu schonen und zu vermeiden, einen Motor zu entwickeln, mit dem das Team nicht performen kann.

In Kanada freute sich Orihara über “keine größeren Probleme mit der Antriebseinheit in beiden Autos und positive Signale in Bezug auf die Fahrbarkeit”. Dennoch räumte er ein, dass eine Diskrepanz zwischen den Anforderungen der Fahrer und den aktuellen Ergebnissen besteht. “Der nächste Schritt ist daher, weiter an der Fahrbarkeit zu arbeiten – wir wissen nun, in welche Richtung wir gehen müssen”, betonte der Ingenieur aus Sakura. Ein Schritt nach vorne ist gemacht, und weitere Verbesserungen sind in Kürze zu erwarten, möglicherweise bereits in Barcelona.