Alonso am berlin: frustrierte worte nach dem qualifying-desaster

Fernando Alonso hat in Barcelona seine Frustration offenbart. Nach einem desaströsen Qualifying, in dem er als Letzter ins Rennen gehen muss, ließ der zweifache Weltmeister wenig Zweifel an den Problemen mit seinem AMR26.

Ein kampf gegen die technik

Ein kampf gegen die technik

Die Situation war klar: Alonso war weit hinten gestartet, und das lag nicht nur am Pech. „Es war ein infernalisches Kapitel“, gestand er nach dem Qualifying. Die Probleme reichten von einem unberechenbaren Blockieren des Hinterradbremsens in einigen Kurven bis hin zu einem plötzlichen Gaspedalöffnungsphänomen beim Bremsen. „Jede Runde ist wie eine Lotterie“, so Alonso, der sich sichtlich von den technischen Defiziten seines Autos geplagt zeigte.

Die Ursachen liegen tief: Ein schwacher Motor, schlechte Energieverteilung, Probleme mit dem Getriebe und aerodynamische Mängel – Alonso ließ wenig auf sich warten. Er drückte seine Enttäuschung über die anhaltenden Probleme aus, die das Team zusätzlich unter Druck setzten. „Wir haben die gleichen Probleme, und ich verstehe, dass ihr das dem Team anlastet…“, sagte er mit einem Anflug von Sarkasmus.

Es ist ein Teufelskreis. Alonso würde lieber einen schlechten Start hinnehmen und seine Position behalten, als mit einem guten Start schnell von der Konkurrenz überholt zu werden. „Es ist kein Spaß“, merkte er an, während er versuchte, die Situation zu relativieren. Die anhaltende Misere des Teams führt zu einer gewissen Erschöpfung – sowohl bei Alonso als auch beim gesamten Team.

Trotz der düsteren Aussichten gibt Alonso nicht auf. „Wir arbeiten daran, und ich hoffe, dass wir im zweiten Saisonabschnitt Freude bereiten können“, versprach der Spanier. Bis dahin gelte es, „die Wochenenden so unterhaltsam wie möglich zu gestalten, ohne das Auto zu zerstören.“

Die Fans in Barcelona können Alonso nur den Trost zusichern, dass sie ihn unterstützen. Denn eines ist klar: Der Kampfgeist des Champion ist ungebrochen, auch wenn die Werkstatthalle zurzeit aussichtslos erscheint. Die Hoffnung auf ein Comeback im zweiten Halbjahr bleibt bestehen, denn das neue Auto könnte der Schlüsselwende sein.