Almería vor entscheidungsduell: kann das team auch auswärts punkten?
Die Rojiblancos stehen vor der wohl wichtigsten Phase der Saison. Während die Heimspiele zur Gewohnheit wurden, offenbart Almería eine beunruhigende Schwäche: die Auswärtstabilität. Ein Sieg in Granada ist nun Pflicht, wenn die Aufstiegsträume nicht platzen sollen.
Die festung almería stadium – ein tröstlicher kontrast
Im eigenen Stadion ist die UD Almería eine Macht. Die jüngste 7:0-Kanter gegen Málaga bedeutete nicht nur einen weiteren Heimsieg, sondern auch die Rekordmarke – sieben aufeinanderfolgende Siege, die bereits in der Vorsaison erreicht wurden. Mit 41 Punkten aus 16 Spielen sind die Andalusier die zweitbeste Heimmannschaft der Liga, nur Eibar konnte mehr Punkte sammeln. Diese beeindruckende Bilanz verleiht den Fans Hoffnung und Selbstvertrauen.
Doch die Realität sieht anders aus, wenn es darum geht, Punkte auswärts einzufahren. In den letzten zwei Monaten waren die Leistungen jenseits des UD Almería Stadium ernüchternd. Von den letzten fünf Auswärtspartien konnten lediglich zwei Punkte in Huesca gerissen werden. Ein erschreckender Kontrast zur Heimstärke, der die Schwächen offenbart.
Die Auswärtstabelle liest sich für Almería alles andere als rosig. Mit einem sechsten Platz sind sie zwar nicht die schlechteste Mannschaft, aber für ein Team mit Aufstiegskandidat-Ambitionen ist diese Position zu wenig. Deportivo, Racing, Burgos, Córdoba und Andorra haben auswärts bereits mehr überzeugt.

Granada – ein gegner ohne druck, aber mit qualität
Das anstehende Spiel gegen Granada, das sich in der Tabellenmitte befindet, stellt somit eine besondere Herausforderung dar. Die Mannschaft aus Andalusien ist weder vor dem Abstieg noch vor den Playoff-Plätzen bedroht. Diese entspannte Lage kann zu einem unangenehmen Gegner führen, der ohne Druck agiert, aber dennoch über die nötige Qualität verfügt, um Almería Probleme zu bereiten. Leo Baptistao, der Stürmerstar der Rojiblancos, betonte in einem Interview die Bedeutung dieses Spiels.
Die kommenden Auswärtsspiele gegen Burgos und Gijón, letzteres am vorletzten Spieltag, werden ebenfalls keine einfachen Aufgaben sein. Diese Stadien sind traditionell schwer zu bespielen, und es wird erwartet, dass die Rojiblancos dort an ihre Grenzen gehen müssen.
Die Wahrheit ist: Almería kann sich nicht darauf verlassen, ausschließlich zu Hause zu gewinnen. Das ist keine Strategie, sondern eine gefährliche Illusion. Der Weg in die erste Liga führt auch über Erfolge im eigenen Territorium. Die Spieler müssen ihre mentale Stärke finden und beweisen, dass sie auch unter Druck und in fremden Stadien bestehen können. Denn die Konkurrenz schläft nicht und die Zeit drängt. Die letzten Spiele werden zeigen, ob Almería den nötigen Schritt nach vorne machen kann, um den Traum vom Aufstieg zu verwirklichen.
