Almeida kehrt zurück – mit fragezeichen statt siegen
João Almeida hat seine Rückkehr ins Rampenlicht mit einer Leistung verunsichert, die weniger Selbstvertrauen als Zweifel weckte. Der portugiesische Hoffnungsträger, gehandelt als Anwärter für die großen Rundfahrten, zeigte bei der ersten Etappe des Tour Auvergne-Rhône-Alpes 2026 ein Bild, das Anlass zur Besorgnis gibt – ein Testlauf vor der eigentlichen Herausforderung, dem Tour de France.
Ein rückschlag vor dem großen auftritt
Bereits 53 Kilometer vor dem Ziel, als noch anspruchsvolle Bergwertungen auf dem Programm standen, musste sich Almeida vom Hauptfeld lösen. In dessen Gefolge fanden sich auch einige Sprinter und Wout van Aert. Es war kein katastrophaler Verlust, aber dennoch ein deutliches Signal. Almeida hatte zuvor bereits angedeutet, dass er ohne konkrete Ziele antrete und seinen aktuellen Formstand einschätzen wolle. „Es waren Höhen und Tiefen“, gestand er, und räumte ein, gezwungen gewesen zu sein, eine Pause einzulegen, als sich die körperlichen Empfindungen nicht wie gewünscht anfühlten.
Seine Aussagen waren von Vorsicht geprägt, klangen fast wie der Beginn eines Wiederaufbaus: Er habe in den letzten drei bis vier Wochen wieder regelmäßig trainiert und rechne damit, innerhalb eines bis zwei Monaten sein normales Leistungsniveau zurückzufinden. Doch die Straße war unerbittlich. Schon bei den ersten steileren Anstiegen offenbarte Almeida deutliche Anzeichen von Erschöpfung, gab frühzeitig auf. Die Wahrheit liegt oft im Detail: Das Team UAE Team Emirates-XRG muss sich fragen, ob die Vorbereitung optimal verlief.

Blick nach spanien – der tour de france im hintergrund
Der Fokus scheint indes weit entfernt von Frankreich zu liegen. Almeida betonte, dass seine Priorität auf der Vuelta a España liege, wo er in Topform erwartet. „Das habe ich im Blick“, erklärte er. Der Tour Auvergne-Rhône-Alpes bleibt somit ein unbequemer Test, ein Weckruf für den Portugiesen.
Der Rückkehr war kühl, ohne Glanz und mit einer klaren Botschaft: Almeida benötigt noch Zeit. Die kommende Woche wird zeigen, ob es sich lediglich um einen schlechten Tag handelte oder ob es ein Symptom einer noch nicht vollendeten Vorbereitung ist. Die Konkurrenz schläft nicht: Andere Anwärter auf die großen Rundfahrten werden die Situation Almeidas sicherlich aufmerksam beobachten und ihre eigenen Strategien entsprechend anpassen.
