PSG-Stars vor dem Champions-League-Spiel: Dembélé und Hakimi geben Autogramme
Vorbereitung auf das spiel
Vor der Abfahrt um 19 Uhr Richtung BayArena nahmen sich Ousmane Dembélé (28) und Achraf Hakimi (26) noch Zeit für einige kleine Kinder und deren Eltern. Die Weltstars von Paris St-Germain gaben zwei Stunden vor dem Champions-League-Spiel in Leverkusen im Eingangsbereich des Kölner Hyatt-Hotels mit Gelassenheit und Selbstverständlichkeit Autogramme, machten Selfies.
Unterstützung durch den trainer
„Das erwartet unser Trainer“, sagt Hakimi. Der Coach ist Luis Enrique (55), der ebenfalls Fans mit seinen Unterschriften glücklich machte. Seit Juli 2023 ist er bei PSG – und ihm gelang das, was viele seiner Vorgänger wie Carlo Ancelotti (66), Thomas Tuchel (52) oder Mauricio Pochettino (53) nicht geschafft hatten: aus Paris innerhalb von zwei Jahren einen Champions-League-Sieger zu formen.
Erfolg in der champions league
Auch in dieser Saison ist PSG in Europas Königsklasse bisher das Maß aller Dinge: Nach dem 7:2 in Leverkusen führt der amtierende Titelverteidiger die Tabelle vor dem FC Bayern München an, auf den er am 4. November im Pariser Prinzenparkstadion trifft.
Mannschaftsführung und disziplin
SPORT BILD erklärt, mit welchen Methoden es Enrique gelang, dass PSG die Konkurrenz in Europa zurzeit dominiert. Ganz entscheidend ist die Mannschaftsführung – mit Zuckerbrot und Peitsche. Denn der Spanier ist ein Disziplin-Fanatiker. Das belegt ein Dokument aus dem Teamhotel der Franzosen in Köln. Auf dem ist der Tagesablauf vor und nach dem Leverkusen-Spiel detailliert aufgeführt. Auffallend: Individuelle Frühstückszeiten für die Spieler – wie bei anderen Klubs oder Nationalmannschaften üblich – gibt es bei Enrique nicht. Mit solchen Kleinigkeiten hat er seinen Profis deutlich gemacht: Bei mir gibt es keine Extrawürste, alle sind gleich. Das fördert den Teamgeist.
Zielorientierung und engagement
Als der ehemalige spanische Nationaltrainer 2023 mit den PSG-Bossen, unter anderem mit Nasser Al-Khelaifi (51), verhandelte, lautete einer seiner ersten Sätze: „Wie heißt es auf Französisch: Wir holen uns den Sieg.“ Sofort war Al-Khelaifi, der regelmäßig bei der Mannschaft ist, wie auch zuletzt in Köln, klar: Mit Enrique ist das große Ziel, endlich den Henkelpott zu gewinnen, machbar. Weil er mit großer Begeisterung die Aufgabe beim französischen Hauptstadt-Klub anging. Das bekommen die PSG-Spieler noch heute zu spüren.
Trainingsmethoden und ansprachen
SPORT BILD erfuhr: Enriques Halbzeit-Ansprachen können legendär sein. Wenn seine Mannschaft nicht so spielt wie vorgegeben, geht er zu jedem einzelnen seiner Spieler, schaut sie mit weit geöffneten Augen an, schreit um sich und schlägt in Extrem-Situationen mit seiner rechten Hand auch schon mal unzählige Wasserflaschen von einem Podest – um seine Spieler wachzurütteln. Auch Enriques Trainingsarbeit ist speziell: Denn eine Vielzahl an taktischen Einheiten schaut er sich aus der Vogelperspektive an. Er sitzt auf einer rund fünf Meter hohen Hebebühne, die auf dem Übungsplatz aufgebaut wurde. „Das hilft bei der Arbeit. Man sieht viel mehr. Und so kann ich mehr Einfluss auf das Training nehmen, die Spieler beim Fehlverhalten sofort korrigieren“, erklärt Enrique gegenüber SPORT BILD. Ein weiterer Vorteil: Der Coach gewinnt durch diese Maßnahme zusätzlich wertvolle Zeit, muss nicht erst aufgenommenes Bildmaterial von Trainingseinheiten auswerten.
Effizienz und disziplin
Enrique arbeitet anders als seine Vorgänger. Das belegt auch dieses Beispiel: Trainings-Besprechungen mit seinen Assistenten dauern nie länger als 30 Minuten. Wird die Zeit überschritten, klingelt seine Armbanduhr. Für Enrique das Signal, eine Minute lang Gymnastikübungen zu machen. Um stets hellwach und voller Energie zu sein. Das fordert er auch von seiner Mannschaft. Die Bayern sollten heute gewarnt sein.