Heiko Schaffartzik: Emotionale Halbzeitrede und Spendenaktion für Basketball Aid
Einführung
Klare Analysen, ungewöhnliche Einblicke und immer für einen überraschenden Spruch gut – so kennen die Fans Dyn-Kommentator und Basketball-Experte Heiko Schaffartzik (41).
Halbzeitrede
Doch in der Halbzeit der BBL-Partie seines Ex-Klubs Veolia Towers Hamburg gegen die MHP Riesen Ludwigsburg (84:88) schlug der zweimalige Deutsche Meister (mit Alba Berlin und dem FC Bayern) ganz andere Töne an.
Spendenaktion
Schaffartzik warf für "Basketball Aid" Körbe für den guten Zweck. Der gemeinnützige Verein sammelt seit 2007 Geld für krebskranke Kinder und hat seitdem schon rund 1,2 Mio. Euro Spenden gesammelt.
Persönliche geschichte
Als Schaffartzik daraufhin über seine eigene Krebs-Erkrankung spricht, wird es emotional! "Einige werden es wissen. Im Alter von 13 Jahren hatte ich Leukämie (Blutkrebs, d.Red.) und habe dann auch ein Jahr lang eine Chemotherapie gemacht."
Unterstützung
Dem ausgebildeten Schauspieler gelingt es zwischendurch zwar immer wieder, zu lächeln. Aber seine Augen verraten, wie sehr ihn diese Erfahrung geprägt hat. "Ich hatte wunderbaren Support und Unterstützung von meinen lieben, aufopfernden Eltern und meiner Familie und meinem Umfeld. Aber auch u.a. von Alba Berlin, wo damals auf meine Station Jörg Lütcke und Henning Hanisch gekommen sind."
Besuch auf der kinderkrebs-station
Die Alba-Stars besuchten vor Weihnachten die Kinderkrebs-Station des Virchow-Krankenhauses. Schaffartzik: "Ich kann mich daran erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Das hatte einen wahnsinnigen Impact auf mich und hat mir wahnsinnig viel gegeben."
Rückkehr als spieler
Als er später selbst für Alba spielte, tauschte er die Rollen und kehrte als Spieler auf seine alte Station zurück. "Aber es war immer ein klein wenig beklemmend für mich, war nicht ganz einfach", gesteht Schaffartzik.
Aktivität bei basketball aid
"Aber jetzt hat Sebastian Pichlmayer von Basketball Aid bei mir angerufen und hat gesagt: Willst du da nicht aktiver werden? Und da habe ich gesagt: Ja, will ich! Und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich heute hier das mit nach vorne treiben kann."
Erfolgreiche spendenaktion
Mit dem Ball in der Hand lief es für den Ex-Nationalspieler von jenseits der 6,75-Meter-Linie dann gut. Schaffartzik lacht: "Die letzten fünf habe ich leider in den Sand gesetzt. Bis dahin war es gar nicht mal so schlecht."
Durch seine Treffer kamen 3300 Euro für den guten Zweck zusammen – Towers-Sponsor Veolia und Basketball Aid verdoppelten die Summe auf 6600 Euro. Schaffartzik: "Gemeinsam können wir hier einen großen Unterschied im Leben vieler Menschen machen."
