Hamburg Towers verlieren erneut: 18. Pleite in Folge
Die türme wanken weiter
Im Keller-Knaller der Easycredit Basketball-Bundesliga verliert Tabellenschlusslicht Hamburg Towers zum Auftakt des 7. Spieltags auch beim Vorletzten. Bei den Löwen Braunschweig setzt es eine 73:85-Pleite.
Schock-szene im spiel
Kurz nach Halloween wird die Towers-Serie immer gruseliger: Die Niederlage vor 3.571 Zuschauern in der Volkswagen-Halle bedeutet in der noch jungen Spielzeit nicht nur die sechste Pleite im sechsten Ligaspiel für die Hansestädter. Saison- und wettbewerbsübergreifend ist es die sage und schreibe 18. (!) Niederlage nacheinander.
Neuzugang martin breunig
Nach der höchsten Pflichtspiel-Pleite in dieser Saison (55:90 unter der Woche in Venedig) und der 71:101-Demontage gegen Bamberg wenige Tage zuvor, gibt es beim Liga-Debüt von Neuzugang und Hoffnungsträger Martin Breunig (7 Punkte, starke 8 Rebounds) die nächste Enttäuschung.
Bbl-kellerduell
Die Löwen direkt mit einem 8:0-Start inklusive zwei krachenden Dunks. Towers-Coach Benka Barloschky muss schon nach zwei Minuten die Auszeit nehmen, appelliert: „Aufwachen!“ Und die energische Ansage zeigt Wirkung. Die Towers kommen im Anschluss umgehend aufs Scoreboard, legen sogar einen 6:0-Lauf hin und erzwingen direkt die Auszeit bei den Löwen. Doch in die Nähe einer Führung kommen sie nicht. 22:14 nach dem ersten Abschnitt, 44:36 zur Halbzeit für die Löwen.
Zweite halbzeit
Die kämpfenden Gäste kommen auch gut rein in Durchgang zwei, verkürzen nach einem 6:0-Lauf auf 44:42. Strohfeuer oder Aufholjagd? Ersteres. Vor dem Abschluss-Abschnitt ist der Rückstand wieder auf satte minus elf aus Sicht der Gäste angewachsen. Dyn-Kommentator Stefan Koch über das Hamburger Spiel: „Es ist zu viel Durch-die-Wand-Basketball.“
Ende des spiels
Und der bringt nicht die erhoffte Aufholjagd. Im Gegenteil. Hamburg bricht ein, liegt kurz vor Schluss zwischenzeitlich mit 18 Zählern in Rückstand. Am Ende sind es minus zwölf. Bester Werfer des Abends: Towers-Profi Leonard Thorpe Jr. mit 19 Punkten.
Reaktionen nach dem spiel
Towers-Boss: „Wir sind am Tiefpunkt“ Kommentator Koch mit dem Fazit des Abends: „In Braunschweig wird man durchatmen nach dieser Partie. In Hamburg weiß man gar nicht, was man machen soll. Die Luft anhalten? Das macht man eigentlich schon die ganze Zeit. Irgendwo muss das Schiff jetzt mal auf Kurs kommen. Heute ist es nicht passiert.“
Zukunftsperspektiven
Towers-Sportboss Marvin Willoughby ergänzt: „Wir dürfen jetzt nicht in Panik verfallen, es sind erst sechs Spiele gespielt in der Bundesliga. Trotzdem können wir die Tabelle natürlich lesen und sehen, dass auch ein solches Spiel nun wieder zweistellig ausgeht. Wir sind am Tiefpunkt, also am tiefsten Punkt, an dem man sein kann im Moment. Aber wir glauben, dass wir eine Kultur aufgebaut haben, in der wir zusammenstehen und das machen. Wir müssen da rauskommen und werden da rauskommen und morgen früh geht’s los.“
Fazit
Ein konkretes Bekenntnis zum Trainer vermied Willoughby aber, wich auf entsprechende Nachfrage aus: „Natürlich sind wir alle unzufrieden, Benka ist der, der am meisten unzufrieden ist, dem es am meisten leid tut. Ich weiß, so kurz nach dem Spiel ist das immer sehr undankbar, man erwartet die Frage, aber ich will da auch gar nicht drauf antworten. Außer, dass wir zusammenstehen, jetzt zusammen zurückfahren, anfangen, das Spiel zu analysieren und morgen früh weitermachen.“
