Fürth: kann paderborn die aufstiegs-träume platzen lassen?

Greuther Fürth hat sich in den letzten Wochen wie ein Phönix aus der Asche erhoben. Der Abstieg, der noch vor wenigen Wochen unausweichlich schien, rückt nun in weite Ferne. Doch das Kleeblatt muss sich beeilen, denn am Ostersonntag steht ein brisanter Gegner vor der Tür: Paderborn, das ehrgeizige Aufstiegsteam.

Vogel: konzentration auf die eigene leistung

Nachdem Heiko Vogel das Ruder übernommen hat, scheint in Fürth ein neuer Geist zu wehen. Der Coach mahnt jedoch zur Ruhe und warnt vor überzogenen Erwartungen. "Wir müssen auf uns schauen“, betonte Vogel bei der Pressekonferenz, und ließ jegliche Spekulationen über die benötigten Punkte zur Verhinderung des Abstiegs fahren. Ein Hellseher sei er schließlich nicht, humorvoll ergänzte er, sonst würde er Lotto spielen. Stattdessen fordert er von seiner Mannschaft volle Konzentration auf die anstehenden Aufgaben.

Die Lage ist klar: Mit 29 Punkten steht Fürth zwar nicht mehr am Tabellenende, doch der Kampf um den Klassenerhalt ist keineswegs entschieden. Die Tabelle zeigt einen engen Pulk von neun Mannschaften, die sich verzweifelt gegen den Abstieg wehren – ein Beweis für die Brutalität und hohe Leistungsdichte der 2. Bundesliga.

Einziger angstgegner: paderborn

Einziger angstgegner: paderborn

Die Aufgabe am Sonntag wird alles andere als einfach. Paderborn gastiert am Ronhof, und die statistische Bilanz lässt Fürther Fans erschaudern. Seit 13 Partien gegen den SCP ist das Kleeblatt ungeschlagen – ein Teufelskreis, den es endlich durchbrechen muss. Die bisherigen 27 Duelle endeten mit 14 Fürther Siegen, neun Unentschieden und lediglich vier Niederlagen – ein deutlicher Beleg dafür, dass Paderborn zu einem wahren Angstgegner avanciert ist.

Trotz dieser ungünstigen Historie blickt Vogel pragmatisch in die Zukunft: "Es gibt keinen Gegner, den man schlagen muss, und keinen, den man nicht schlagen kann.“ Die jüngsten Erfolge gegen Schalke, Hannover und Elversberg zeigen, dass auch vermeintlich übermächtige Gegner schlagbar sind. Die Mannschaft scheint im Fluss zu sein und hat bewiesen, dass sie mithalten kann.

Die Hoffnung schlummert im Ronhof, denn ein 15. Dreier würde Fürth nicht nur einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt ermöglichen, sondern auch zeigen, dass das Kleeblatt aus seinen Fehlern gelernt hat und bereit ist, die Herausforderungen der anspruchsvollen Liga anzunehmen. Die Franken haben die Chance, die Geschichte umzuschreiben und den Lauf der Dinge zu beeinflussen.