Allegri zieht die reihe durch: tomori-de winter-pavlovic bilden dreierkette

Mailand. Kein Platz für Experimente. Massimiliano Allegri nominiert für das Top-Spiel bei Lazio Rom dieselbe Defensive, die den Derby-Sieg gegen Inter eingeleitet hat: Fikayo Tomori rechts, Dean De Winter in der Mitte, Strahinja Pavlovic links. Ohne Mattia Gabbia, der mit Adduktorproblemen ausfällt, bleibt die „zoo-lose“ Hintermannschaft also zusammen – ein Signal an die Kurve, dass der Trainer an Kontinuität glaubt, solange die Punkte stimmen.

Ardon jashari rückt für rabiot nach

Adrien Rabiot fehlt weiterhin – und genau hier setzt Allegri den Hebel an. Der 20-jährige Schweizer Ardon Jashari übernimmt dessen Position als linke Halbposition im 3-5-2. Für ihn ist es das erste Mal in der Startelf gegen eine der traditionellen Top-Four-Teams der Serie A. „Er hat Energie und Passsicherheit“, sagte Allegri in der Pressekonferenz, „wir wollen sehen, wie er mit der Intensität umgeht.“ Im Mittelfeld neben ihm: Alexis Saelemaekers, Youssouf Fofana – der Franzose soll endlich seine ersten Saison-Tore liefern – und Luka Modric, der mit 39 Jahren noch immer die Uhr der Partie stellt.

Vorne kein Zweifel: Rafael Leao und Christian Pulisic bilden erneut das Sturmduo. Pulisic wartet seit dem 3:0 gegen Bologna am 8. Februar auf ein Tor – eine Serie von sieben Spielen. Allegri spielt die Ruhe: „Er arbeitet für das Team, er schafft Räume. Die Tore kommen.“ Der US-Boy bleibt linksaußen, Leao zieht nach innen, wo er mit Tempo gegen die Innenverteidiger Marusic und Patric laufen will.

10.000 Rossoneri wollen die tabellenführung in rom erzwingen

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Der Club hat 10.000 Auswärtskarten freigegeben – eine klare Kampfansage angesichts der Tatsache, dass Inter nach dem 1:1 gegen Atalanta nur noch zwei Punkte vor Milan liegt. Gewinnt die Allegri-Elf am Sonntagabend im Olympico, wäre der Meisterschaftsrennen wieder offen. Lazio-Coach Igor Tudor muss auf Immobile und Zaccagni verzichten, dafür ist Ciro Immobile nach Muskelproblemen wieder im Kader. Doch die größte Gefahr droht von außen: In den letzten drei Heimspielen kassierten die Römer immer mindestens zwei Gegentore.

Allegri betonte zwar, „wir reden nur über die Champions-League-Qualifikation“, doch hinter verschlossenen Türen in Milanello brodelt es. Nach dem Derby-Sieg schwor der Staff auf „Vollgas bis Mai“. Die Statistik spricht für Milan: Seit 2021 gewannen sie vier der letzten fünf Pflichtspiele gegen Lazio. Sollte das Trio Tomori-De Winter-Pavlovic erneut die Null halten, wäre es der dritte Zu-Null-Sieg in Folge – so stabil war Milans Defensive zuletzt 2012.

Anpfiff im Stadio Olimpico ist am Sonntag um 20.45 Uhr. Für Allegri zählt nur ein Ergebnis: ein Sieg, der Milan an Inter vorbeiziehen lässt. Alles andere wäre verschenktes Momentum – und das will in der heißen Phase niemand in der Lombardei erklären müssen.