Allegri krempelt den angriff um: kann füllkrug den unterschied machen?

Mailand – Max Allegri steht vor einer Mammutaufgabe: Den Angriff des AC Mailand für das entscheidende Spiel gegen Genoa am Montag neu zu formen. Die Zeichen deuten auf eine überraschende Konstellation hin, die an eine längst vergangene Bundesliga-Saison erinnert. Ob diese taktische Kehrtwende zum Erfolg führt, bleibt abzuwarten.

Die rückkehr der alten bekannten: nkunku und füllkrug

Die rückkehr der alten bekannten: nkunku und füllkrug

Gerüchte besagen, dass Allegri auf eine Kombination aus Christopher Nkunku und Niclas Füllkrug setzt. Eine Formation, die im Jahr 2023 gemeinsam die Bundesliga-Torschützenliste anführte. Ein kühner Schachzug, angesichts der aktuellen Probleme im Angriff des Mailänder Klubs. Santiago Giménez hat in letzter Zeit enttäuscht, und Christian Pulisic scheint noch nicht in Topform zu sein. Sein individuelles Training am gestrigen Tag wirft weitere Fragen auf.

Doch warum gerade diese beiden? Die Antwort liegt in ihren Leistungen gegen Atalanta. Nkunku markierte einen Elfmeter und traf die Latte mit einem sehenswerten Schuss. Füllkrug wiederum brillierte mit drei entscheidenden Aktionen: Einem perfekten Querpass für Nkunku, einem cleveren Steilpass zu Fofana und einem präzisen Kopfball-Vorstoß für Nkunku im Elfmeter-Situation. Erinnerungen an Fiorentina-Milan werden wach, als Füllkrug damals Pulisic dreimal in Szene setzte.

Die Chemie stimmt – zumindest ansatzweise. In dieser Saison standen Nkunku und Füllkrug bereits 172 Minuten lang gemeinsam auf dem Platz, verteilt auf neun Partien. Nur einmal waren sie von Beginn an zusammen auf dem Feld, in der Oster-Niederlage gegen Neapel. Die Bilanz ist zwar nicht überwältigend, doch die Art und Weise, wie sie sich ergänzen, könnte der Schlüssel zum Erfolg sein.

Füllkrug bietet mit seiner Physis einen wichtigen Anker im Sturm, der dem Team in einem schwierigen Auswärtsspiel gegen Genoa Halt geben kann. Er ist ein Kämpfer, der Bälle behaupten und Räume schaffen kann. Nkunku hingegen soll ihn mit seinen vertikalen Läufen unterstützen und für Gefahr in der gegnerischen Abwehr sorgen. Allegri scheint zudem von der fehlenden Entschlossenheit einiger Spieler im letzten Spiel gegen Atalanta frustriert gewesen zu sein, insbesondere von Loftus-Cheek und Leao.

Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber die Tendenz ist klar. Ein 3-5-2-System scheint die wahrscheinlichste Variante. Saelemaekers und Estupinan werden aufgrund von Sperren ausfallen, während Leao ebenfalls nicht zur Verfügung steht. Im Mittelfeld sind Rabiot, Ricci und Fofana die Favoriten. Ob diese neue Konstellation ausreicht, um den vierten Platz zu verteidigen, wird sich zeigen.

Die Zeit wird es zeigen, ob Allegri mit dieser ungewöhnlichen Kombination den Knoten im Angriff lösen kann. Denn eines ist klar: Der AC Mailand braucht dringend Tore, um seine Ziele zu erreichen. Die Fans dürfen gespannt sein, ob die Erinnerungen an eine erfolgreiche Bundesliga-Saison für neue Hoffnung sorgen.