Allegri gerührt: erinnerungen an mentor galeone prägen preisverleihung
Mailand – Tränen der Emotionen flossen bei Massimiliano Allegri zur ersten Auflage des Premio Giovanni Galeone. Der ehemalige Pescara-Trainer, ein prägender Einfluss auf Allegris Karriere, wurde in den höchsten Tönen gewürdigt. Die bewegende Rede des Mailänder Trainers offenbarte nicht nur tiefe Verbundenheit, sondern auch bleibende Lehren, die ihn bis heute begleiten.

„Er war stets einen schritt voraus“
Allegri schilderte, wie ihn Galeone bereits beim ersten Training mit seiner ungewöhnlichen Herangehensweise an das sportliche Geschehen überraschte. „Er sagte Dinge, die ich bis dahin noch nie gehört hatte“, erklärte Allegri sichtlich bewegt. „Diese Einsichten haben sich tief in meinem Denken verankert und prägen meine Arbeit bis heute.“ Doch es war nicht nur die Detailgenauigkeit, die Galeone auszeichnete; es war seine Fähigkeit, die Zukunft des Fußballs zu antizipieren. „Er war ein Visionär, immer einen Schritt voraus. Seine Erkenntnisse, die er vor 30, 40 Jahren gewonnen hat, sind auch heute noch aktuell und innovativ“, so Allegri.
Besonders hervorzuheben ist Galeones Fähigkeit, seine Spieler zu inspirieren. Allegri erinnerte sich an die berühmten Sätze des Mentors, darunter die Feststellung, dass nur das „3-5-2“-System wirklich erfolgversprechend sei, und sein abruptes Ende der Trainerkarriere, begründet mit dem Wohl der Spieler. Die Worte des einstigen Mailänder Trainers klangen überzeugend, als er betonte, wie wichtig es sei, „sich nicht zu ernst zu nehmen, aber die Dinge sehr ernst zu behandeln.“
Ein Lächeln trotz allem. Allegri verriet, dass er Galeone zuletzt im vergangenen Jahr in Udine getroffen habe, wo dieser weiterhin „mit einem Lächeln“ und „der richtigen Worte“ zur Seite stand. „Ich glaube, er wird von dort oben sehen, wie sehr diese Stadt ihn liebt.“ Die Andacht Allegris für seinen Mentor und die bleibenden Spuren, die Galeone in seiner Karriere hinterlassen hat, machten diesen Abend zu einem unvergesslichen Moment der Würdigung.
