Alisha lehmann spricht offen über hass und druck in den sozialen medien

Alisha lehmann: einblicke in eine welt voller schattenseiten

Alisha Lehmann, die Schweizer Nationalspielerin und Social-Media-Star, hat in einem bewegenden Podcast-Gespräch die dunkle Seite ihrer Popularität beleuchtet. In der Sendung „Daly Brightness“, geführt von ihren Aston-Villa-Teamkolleginnen Rachel Daly und Chelsea-Kapitänin Millie Bright, offenbarte die 27-jährige Bernerin, wie sie mit Hassnachrichten und Vorurteilen umgeht. Ihre Offenheit gibt einen seltenen Einblick in das Leben einer Athletin, die auf Social Media über 15 Millionen Follower hat.

Der beginn des hasses mit wachsender reichweite

Der beginn des hasses mit wachsender reichweite

„Als ich mehr Follower bekam, bekam ich auch mehr Hass, und dann hatte ich eine Zeit, die wirklich traurig war“, so Lehmann im Podcast. Die negativen Kommentare, oft anonymisiert, trafen sie tief. Sie beschreibt eine Phase, in der sie sich zurückzog: „Das hat mich sehr verletzt. Ich ging nicht mehr nach draußen, habe den ganzen Tag geschlafen und nichts gemacht.“ Diese Verletzlichkeit zeigt eine Seite der Sportlerin, die oft nur für ihre Fitness und ihr Aussehen wahrgenommen wird.

Vorwürfe und der kampf um anerkennung

Vorwürfe und der kampf um anerkennung

Lehmann betont, dass ihr Erfolg in den sozialen Medien nicht geplant war. „Ich habe das am Anfang nicht gemacht, weil ich berühmt werden wollte oder so. Davon habe ich nie geträumt.“ Doch mit steigender Bekanntheit wuchs auch die Kritik. Sie wurde oft dafür verurteilt, keine „echte“ Fußballerin zu sein, sondern sich lediglich in den sozialen Medien zu präsentieren. Dies habe sie dazu gezwungen, „zehnmal härter“ zu arbeiten, um sich zu beweisen.

Belastung für die familie

Belastung für die familie

Die negativen Auswirkungen beschränkten sich nicht nur auf Lehmann selbst. Auch ihre Familie wurde Ziel von Angriffen, insbesondere ihre Mutter. „Manchmal kommentiert sie Sachen auf Social Media, dann sage ich ihr: ‚Mum, du kannst das doch nicht tun‘“, berichtet Lehmann. Ihre Mutter, die kein gutes Englisch spricht, versteht oft nicht die Bedeutung der Kommentare, was die Situation noch schwieriger macht.

Umgang mit hass und neue perspektiven

Trotz der Schwierigkeiten hat Lehmann gelernt, besser mit dem Hass umzugehen. Ihr Wechsel von Como zu Leicester City in die Premier League gibt ihr und ihrer Familie neue Hoffnung. Sie freut sich darauf, wieder vor großem Publikum mit alten Freunden spielen zu können. „Sie sind so glücklich, dass ich wieder mit alten Freunden zusammen bin“, sagt die Offensivspielerin.

Lehmanns balanceakt: profisport und social media

Alisha Lehmann hat es geschafft, eine Balance zwischen ihrer Karriere als Profifußballerin und ihrem Leben als Social-Media-Star zu finden. Sie ist ein Beispiel dafür, wie man mit den Herausforderungen der modernen Sportwelt umgehen kann. Ihre Geschichte ist eine Mahnung, dass hinter der glitzernden Fassade oft auch Verletzlichkeit und Kampf steckt. Die Women’s Super League bietet ihr eine neue Bühne, um ihre Fähigkeiten zu zeigen und Vorurteile zu widerlegen.