Algerien: petkovic präsentiert seine wm-truppe – überraschungen im tor?
Nur noch wenige Stunden trennen uns von der Bekanntgabe der finalen 26-Mann-Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Algerien, lange Zeit einer der letzten Geheimnisse, hat nun ebenfalls seine Auswahl unter Trainer Vladimir Petkovic präsentiert. Die Fennec-Fuchs-Truppe, die im fünften Anlauf um den WM-Titel kämpft, will in diesem Jahr die Vorrunden-Hürde nehmen und an die Erfolge von 2014 anknüpfen, als das Team bis ins Viertelfinale vordrang.
Wer gehört zur weltmeister-ambition?
Petkovic hat eine schlagkräftige Mischung aus etablierten Stars und jungen Talenten nominiert. Allen voran Riyad Mahrez, der Angreifer von Al Ahli, führt das Team an. Auch Rayan Aït-Nouri vom Manchester City und Ibrahim Maza, der bei Bayer Leverkusen überzeugt, gehören zu den bekannten Namen. Aus der spanischen Liga sind Luca Zidane (Granada) und Aïssa Mandi (ehemals Betis und Villarreal) dabei, was die internationale Qualität des Kaders unterstreicht.
Ein Blick auf die Torwartposition wirft allerdings Fragen auf: Luca Zidane, der Sohn des Fußball-Superstars, steht im Kader, muss sich aber gegen erfahrene Konkurrenten wie Oussama Benbot und Melvin Mastil durchsetzen. Die Abwehrreihe ist mit bekannten Namen wie Rafik Belghali, Samir Chergui und dem jungen Jaouen Hadjam besetzt. Im Mittelfeld dürfen sich Fans auf Nabil Bentaleb, Hicham Boudaoui und den Frankfurter Farès Chaïbi freuen. Im Angriff sticht neben Mahrez vor allem Mohamed Amine Amoura vom VfL Wolfsburg hervor.
Algerien hat im Gruppe J eine vermeintlich machbare Aufgabe: Neben Argentinien, dem amtierenden Weltmeister, und Österreich, empfiehlt sich auch Jordanien als potenzieller Gegner. Das Eröffnungsspiel gegen Argentinien am 17. Juni wird zweifellos ein Test für die Moral der Mannschaft. Doch Petkovic scheint gewappnet – die Nominierung ist ein klares Signal an die Konkurrenz: Algerien will in Katar nicht nur mitspielen, sondern auch bestehen.

Die fakten im überblick
Tor: Luca Zidane (Granada), Oussama Benbot (USM Alger), Melvin Mastil (Stade Nyonnais), Abdelatif Ramdane (MC Alger)
Verteidigung: Rafik Belghali (Hellas Verona), Samir Chergui (Paris FC), Rayan Aït-Nouri (Manchester City), Jaouen Hadjam (Young Boys), Aïssa Mandi (Lille), Ramy Bensebaïni (Borussia Dortmund), Zineddine Belaïd (JS Kabylie), Achref Abada (USM Alger), Mohamed Amine Tougaï (Espérance Tunis)
Mittelfeld: Nabil Bentaleb (Lille), Hicham Boudaoui (Niza), Houssem Aouar (Al Ittihad), Farès Chaïbi (Eintracht Frankfurt), Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen), Yacine Titraoui (Sporting Charleroi), Ramiz Zerrouki (Twente)
Angriff: Mohamed Amine Amoura (Wolfsburgo), Nadhir Benbouali, Adil Boulbina (ETO FC Györ), Farès Ghedjemis (Frosinone), Amine Gouiri (Olympique Marseille), Anis Hadj Moussa (Feyenoord), Riyad Mahrez (Al Ahli)
