Algeciras zertrümmert ce europa mit 0:3 – campeny-rot bringt katalanen zu fall
Barcelona – Mit einem eiskalten Schlussspurt hat Algeciras CF am Sonntagabend das Can Dragó entzaubert. Erst wackelte der Tabellenletzte, dann zerbarst er: 0:3 gegen die Andalusier, die nach 63 Minuten den Knoten schnürten und nach Rot für Arnau Campeny (72.) gnadenlos zuschlugen.
Der moment, in dem europa die nerven verlor
Die erste Hälfte war ein Schachbrett: CE Europa stemmte sich gegen den Abstiegsdruck, stellte die Räume zu, ließ Algeciras-Führungsspieler Víctor Ruiz kaum atmen. Doch Ruiz brauchte nur eine halbe Seitenlage, um das Match zu kippen. Sein Flachschuss nach Ecke von Jony Álamo (62.) landete links unten im Tor – Lucas Madrigal war noch dran, der Ball war schneller.
Plötzlich lag Europas Plan in Trümmern. Trainer Aday Benítez schickte Jay, Anglés und Carlos González in die Schlacht, doch der Anschlusstreffer blieb aus. Stattdessen folgte die nächste Demontage: Campeny, bis dahin stabilisierender Sechser, sah Gelb-Rot nach einem Spätgrätsche gegen Manín. Die Zahl 11 auf dem Rücken des Katalanen war fortan Makulatur.

Elfmeter und nachspielzeit – das finale ohne wiederkehr
Algeciras roch Blut. Manín Gonzaga, selbst 80 Minuten lang an der Kette gelegt, trat an den Punkt. Sein Lupfer verwandelte sich zur 0:2-Ansage (85.). Europa war geschlagen, die eigenen Anhänger verstummten. Die Gäste dagegen sangen, trommelten, schwenkten Andalusien-Fahnen – und bekamen noch einen Treffer geschenkt: Óscar Castro schob in der siebten Minute der Nachspielzeit den Konter ein, Madrigal hatte sich bereits aufgegeben.
Die Statistik danach: 0 Tore, 1 Platzverweis, 3 Gegentreffer – und nur 26 Prozent Ballbesitz nach der 70. Minute. Die Primera Federación, Gruppe II, spuckt eine klare Sprache aus: CE Europa bleibt Letzter, Algeciras klettert auf Rang 13 und hat die Relegationszone im Visier.
Für die Katalanen wird die Lage brenzlig. Die nächsten Gegner: Teruel auswärts, dann Alcoyano daheim. Trainer Benítez sprach von „einem Tag, an dem nichts funktionierte“, klang aber nicht wie jemand, der sich selbst in Frage stellt. Die sportliche Leitung wird sich bis Montagabend Gedanken machen – die Fans schon jetzt.
