Alcaraz rauscht zum fünften mal in folge ins halbfinale von indian wells
Carlos Alcaraz hat in der Wüste Kaliforniens wieder einmal die Kontrolle übernommen. Mit 6:3, 6:4 schickt er Cameron Norrie nach Hause und steht nun zum fünften Mal in Serie im Halbfinale von Indian Wells. Gegner: Daniil Medvedev, der Jack Draper mit 6:1, 7:5 zerlegte.

Die zählung läuft: 93 minuten, ein matchball, keine nerven
Norrie startete engagiert, hatte im ersten Satz Breakbälle, doch Alcaraz schaltete einen Gang höher. Der Brite war chancenlos, sobald der Spanier die Tempovariation fand. Im zweiten Durchgang lag Norrie 2:0 vor, dann folgten vier Games in Serie für Alcaraz – ein Schlag ins Kontor. Die Analyse ist simpel: Wer so früh Druck aufbaut, braucht keine lange Rede.
Die Konsequenz: Alcaraz trifft nun auf Medvedev, den Mann, der ihn 2024 in New York in fünf Sätzen aus dem US Open warf. Revanche liegt in der kalten Nachtluft von Indian Wells. Gleichzeitig wartet auf der anderen Halbfinalseite ein Kracher: Alexander Zverev gegen Jannik Sinner. Zverev fegte Arthur Fils mit 6:2, 6:3 vom Court, Sinner musste sich gegen einen Fan wehren, der ihn mit Papiervogel-Attentaten störte – der Italiener antwortete mit einem Sieg und einem verbalen Rundumschlag.
Die Zahlen sprechen klar: Alcaraz hat in Indian Wells 21 von seinen letzten 22 Matches gewonnen. Die einzige Niederlage: 2023 gegen Jannik Sinner im Viertelfinale. Seitdem herrscht in der Wüste seine Lawine. Wer ihn stoppen will, braucht mehr als gutes Tennis – er braucht einen Plan gegen die Geschwindigkeit, mit der Alcaraz die Linien findet.
Mit jedem Ballwechsel wächst die Gewissheit: Indian Wells ist sein Lieblingskurs, und er spielt ihn wie ein Meister auf Speed. Wer jetzt noch zweifelt, hat die letzten fünf Jahre verschlafen.
