Alba berlin schmiedet nba-traum: 20.000-arena und mega-campus sollen den sprung in die nba europe schaffen

Alba Berlin träumt laut. Der Klub will nicht mehr nur in der Euroleague um Punkte kämpfen, sondern direkt in die NBA Europe einziehen – und dafür wird jetzt ein ganzes Stadtviertel umgekrempelt.

Adlershof wird zum basketball-dorf

Adlershof wird zum basketball-dorf

Zwischen den S-Bahnhöfen Adlershof und Johannisthal, mitten im Technologiepark, soll ein neuer Sport-Campus entstehen. Auf dem Gelände, das derzeit im Besitz des Landes Berlin ist, plant Alba eine Multifunktionsarena für bis zu 20.000 Zuschauer. Dazu kommen eine Basketball-Sportschule, ein Leistungszentrum, eine Kita – und ein klares Ziel: Startplatz in der NBA Europe 2027.

„Wir wollen das Projekt maximal vorantreiben, sodass es Realität wird“, sagte Albas Geschäftsführer Marco Baldi. Der Berliner Senat steht laut Sportsenatorin Iris Springer (SPD) bereits an Bord: „Die NBA braucht einen Standort in der Sporthauptstadt Berlin – und Alba hat endlich eine Heimstätte für den Profisport und die Nachwuchsförderung.“

Die Hürden sind allerdings hoch. Die Kosten für das Projekt belaufen sich laut internen Schätzungen auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Ein amerikanisches Bankenkonsortium soll mitfinanzieren – doch erst müssen die Verhandlungen mit dem Land Berlin über die Grundstücksnutzung abgeschlossen werden.

Alba spielt aktuell in der Uber Arena am Ostbahnhof, die der Anschutz-Gruppe gehört. Hohe Mietkosten und Terminkonflikte mit Konzerten und Eishockey machen den Club schon lange unzufrieden. Die neue Arena könnte ab der Saison 2031/32 bezogen werden – falls alles nach Plan läuft.

Die NBA Europe soll im Oktober 2027 starten, mit zwölf festen Teams. Alba gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Clubs aus Madrid, Paris und London pochen ebenfalls auf einen Platz im europäischen Ableger der besten Basketball-Liga der Welt.

Die Machbarkeitsstudie liegt laut Baldi bereits vor. Nun geht es ums Geld, ums Land – und um den Zeitplan. Denn ohne Arena kein NBA-Platz. Und ohne NBA-Platz wird aus dem Traum vom Basketball-Mekka in Adlershof nur ein teures Schaustück.