Alba berlin krönt sich zum meister – pesics abschied wird zum debakel

Ein dramatisches Finale in München: Alba Berlin hat dem FC Bayern den Meistertitel abgerungen und damit Svetislav Pesic einen bitteren Abschied beschert. Mit 84:81 setzten sich die Berliner im fünften und entscheidenden Spiel der BBL-Finalserie durch und feierten den zwölften Titel der Vereinsgeschichte. Für Pesic, eine Basketballlegende, bedeutet dies das Ende einer über 40 Jahre andauernden Karriere an der Seitenlinie in einer äußerst unglücklichen Weise.

Die bayern vergeben zwei matchbälle

Die bayern vergeben zwei matchbälle

Die Münchner hatten bereits am Freitag in Berlin die Chance, die Serie zu ihren Gunsten zu entscheiden, doch Alba Berlin wehrte sich mit einem beeindruckenden Comeback. Nun vergaben sie auch den zweiten Matchball vor heimischem Publikum im ausverkauften SAP Garden. Es war die erste Saison seit 2022 ohne den Gewinn des Meistertitels, und der Traum vom dritten Titel in Folge zerplatzte jäh.

Johannes Voigtmann, Welt- und Europameister, betonte vor dem Spiel die Entschlossenheit der Berliner: „Wir haben Bock, wir wollen die Saison erfolgreich zu Ende bringen.“ Obwohl die Spieler nach einer anstrengenden Saison bei Dyn sichtlich erschöpft waren, zeigten sie Moral und Kampfgeist.

Das Spiel begann vielversprechend für Alba. Kapitän Jonas Mattisseck traf in den ersten dreieinhalb Minuten drei Dreier in Folge und sorgte für einen frühen Vorsprung. Doch die Bayern, angeführt von einem starken Andreas Obst (24 Punkte), weigerten sich, aufzugeben. Ein 8:0-Lauf brachte München in die Führung, und die Partie entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden Schlagabtausch.

Die Wende kam nach der Pause. Ein 14:0-Lauf von Alba Berlin brachte die Berliner zurück ins Spiel und sorgte für eine umgekehrte Spielsituation. Malte Delow gelang es schließlich, die Führung für die Gäste zu erzwingen. Obwohl Obst kurz vor Schluss zum Ausgleich traf, gelang es Berlin, die Führung zu verteidigen, da Obst den entscheidenden Wurf in letzter Sekunde verfehlte.

Die Zukunft von Svetislav Pesic ist nun ungewiss, während der FC Bayern München bereits nach einem Nachfolger sucht. Gerüchte besagen, dass Uli Hoeneß, der Bayern-Patron, seinen ehemaligen Profi Anton Gavel von den Bamberg Baskets als Wunschkandidaten auserkoren hat, obwohl es hierzulande noch Verhandlungen zu klären gibt. „Ich persönlich glaube, dass wir in der nächsten Saison Anton Gavel hier als Trainer haben. Man muss versuchen, eine diplomatische Lösung zu finden“, sagte Hoeneß während der Pause.

Alba Berlin hat bewiesen, dass man auch in schwierigen Zeiten kämpfen und gewinnen kann. Der Meistertitel ist ein verdiente Lohn für die harte Arbeit und den unbedingten Willen der Mannschaft. Ein denkwürdiger Abschluss einer spannenden BBL-Saison.