Alba berlin kassiert den champion: málaga wartet im viertelfinale

Die Champions-League-Traumreise von Alba Berlin wird zur Schicksalsfahrt. Der Titelverteidiger Unicaja Málaga blockiert den Weg ins Final Four – und Pedro Calles‘ Mannschaft muss als Erster durch die Hölle des spanischen Meisters. Ein Los, das die Berliner am Freitagabend in Athen mit zusammengebissenen Zähnen quittierten.

Málaga zuerst, dann eventuell badalona – das programm ist hart

Die Best-of-three-Serie beginnt am 31. März oder 1. April in der Andalusier-Höhle, wo Unicaja seit 27 Heimspielen in der Champions League ungeschlagen ist. Erst danach darf Alba in der mit 14 000 Plätzen ausverkauften Mercedes-Benz Arena nachlegen (7./8. April). Sollte ein drittes Spiel nötig sein, reisen die Berliner am 14. oder 15. April erneut nach Süden – in eine Stadt, die seit letztem Mai nur noch Champion-Rhythmus kennt.

Der Gruppenzweite Platz hinter AEK Athen kostet Alba den Heimvorteil. Die 94:103-Niederlage nach Verlängerung am vergangenen Mittwoch war mehr als eine klare Ansage: Ohne neun Punkte Vorsprung blieb Platz eins eine Fata Morgana. „Wir haben die Rechnung offen“, sagte Calles nach der Auslosung, „und die lautet: Erst Málaga, dann schauen wir weiter.“

Der pokalschreck heißt auch dylan ennis

Der pokalschreck heißt auch dylan ennis

Der kanadisch-jamaikanische Guard ist derzeit der heißeste externe Motor der Spanier: 17,8 Punkte, 5,7 Assists, 47 % Dreier. Dazu kommt ein Frontcourt mit dem erfahrenen Centers Jonathan Rousselle und dem kroatischen Nationalspieler Kalinic. Alba muss nun auf seine Defense-Identität setzen – und auf Jonas Mattisseck, der in der Gruppenphase mit 46 % von downtown traf. Die Frage ist weniger, ob Berlin mithalten kann, sondern wie lange das Tempo gegen die spanische Pressing-Maschine hält.

Im Parallel-Viertelfinale wartet bereits der nächste spanische Gegner: Der Sieger aus AEK Athen gegen Joventut Badalona würde im Halbfinale auf den Alba-Málaga-Sieger treffen. Die anderen Paarungen: Teneriffa gegen Galatasaray sowie Rytas Vilnius gegen Nymburk – kein leichtes Los für die deutsche Repräsentanz, aber auch keine Ausrede.

Die Champions-League-Uhr tickt unerbittlich. In 17 Tagen beginnt in Málaga der Kampf gegen die Königsklasse. Für Alba heißt es jetzt: Flug buchen, Koffer packen, Champion stürzen.