Alba berlin kämpft, verliert aber: bayern krönt sich zum hauptrundenmeister

Ein packendes Spitzenspiel der deutschen Basketball-Elite endete in München: Alba Berlin unterlag den Bayern mit 79:85, zeigte aber eine beeindruckende Moral und hielt das Spiel bis zur letzten Sekunde spannend. Die Berliner müssen sich nun fragen, ob der zweite Platz in der Hauptrunde tatsächlich sicher ist.

Die achillesferse: turnover

Die Pleite war letztlich vermeidbar. Obwohl die Hauptstädter im ersten Viertel eine bessere Quote bei den Zwei-Punkt-Würfen und mehr Rebounds verbuchten, taten sie sich vor allem aufgrund einer erschreckenden Anzahl an Ballverlusten schwer. Zwölf Turnover in der ersten Halbzeit dezimierten die Alba-Offensive erheblich. Die Münchner nutzten dies geschickt aus und gingen mit einem knappen Vorsprung in die Pause.

Martin Hermannsson, lange Zeit blass und fehleranfällig, belebte das Spiel mit klugen Pässen und brillanten Aktionen. Alba übernahm sogar zeitweise die Führung, was Pesic zu einer Auszeit zwang. Doch die Bayern reagierten prompt und sorgten für ein enges Ergebnis.

Ratajs aufholjagd und jessups schlusspunkt

Ratajs aufholjagd und jessups schlusspunkt

Die Schlussphase war ein nervenaufreibender Krimi. Michael Rataj zeigte eine beeindruckende Leistung, erkämpfte Ballgewinne und verteilte präzise Assists. Alba kam zurück ins Spiel und lag nur noch drei Sekunden vor Schluss mit drei Punkten zurück. Doch Justinian Jessups Treffer aus der Distanz zerschlug die Hoffnungen der Berliner und besiegelte die Niederlage.

Die Bayern präsentierten sich als verdienter Hauptrundenmeister, während Alba nun die kommenden Play-Offs mit der Erkenntnis angehen muss, dass Ballverluste in dieser Liga teuer erkauft sind. Die Leistung gegen die Bayern sollte den Berlinern dennoch Mut machen - sie haben bewiesen, dass sie zu den besten Teams der Liga gehören.