Alavés: blanco kritisiert mannschaft nach bitterer niederlage
Ein Schock für die baskische Liga: Alavés verliert gegen Athletic Bilbao mit 2:4 – und das trotz einer frühen Führung und einer zwischenzeitlichen erneuten Führung. Antonio Blanco, Kapitän und Torschütze des ersten Tores, hält die Rüge nicht zurück und prangert deutliche Defizite in der Defensivarbeit seiner Mannschaft an.

Die abwehr als schwachpunkt – blanco spricht klartext
Die Partie endete in einem denkwürdigen Spielverlauf, der die Nerven der Alavés-Fans strapazierte. Zunächst gelang es Blanco, Alavés in Führung zu bringen (1:0), doch Athletic Bilbao schlug zurück und drehte das Spiel. „Es schmerzt, wenn man zweimal führt und dann auf diese Weise die Punkte verschenkt“, so Blanco nach dem Spiel. „Vor allem schmerzt es, dass wir uns so viele Gegentore einhandeln.“
Er betonte die Notwendigkeit einer grundlegenden Verbesserung der Defensivarbeit. „Wir können nicht in jedem Spiel vier, drei oder zwei Gegentore kassieren, wenn wir in der Primera División bleiben wollen. Das ist schlichtweg unmöglich.“ Die Selbstkritik des Kapitäns ist unüberhörbar: „Wir müssen kritischer mit uns selbst umgehen, viel besser verteidigen und unsere Abwehr stabilisieren.“
Die Verantwortung liegt beim Team
Blanco sieht die Schuld nicht bei einzelnen Spielern, sondern bei der gesamten Mannschaft. „Ich glaube, wir alle vier könnten die Gegentore verhindern. Es sind vermeidbare Fehler, an denen wir arbeiten müssen. Wir müssen kämpfen, diese letzten vier Spiele geben alles und versuchen, uns doch noch zu retten.“ Das Team steht vor einer gewaltigen Aufgabe, wenn die Defensive weiterhin so anfällig bleibt.
Die kommenden Spiele gegen Sevilla und Oviedo werden entscheidend sein. „Klar, das wissen wir“, kommentierte Blanco. „Aber wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren. Was die Gegner machen, ist letztendlich irrelevant. Wir befinden uns in einer Position, in der wir selbst das Schicksal in der Hand haben – aber wir müssen uns jetzt noch mehr anstrengen und uns selbst mehr Vorwürfe machen, wenn etwas schiefläuft.“ Es gilt, die Fehler der Vergangenheit zu analysieren und daraus zu lernen, um die letzten Spiele erfolgreich bestreiten zu können.
Die Worte des Kapitäns Blanco sind ein Weckruf für den gesamten Verein. Nur durch eine konsequente Auseinandersetzung mit den eigenen Schwächen und eine gesteigerte Einsatzbereitschaft kann Alavés den Klassenerhalt noch erreichen. Die Uhr tickt – und die Verantwortlichen müssen handeln.
