Alaba erneut verletzt: real madrids abwehr bröckelt

David Alaba muss erneut pausieren. Der österreichische Abwehrchef verließ beim 0:1 gegen Getafe mit schmerzverzerrtem Gesicht den Platz – und reiht sich damit in die lange Verletzungsliste von Real Madrid ein.

Die wadenblessur: ein déjà-vu für den österreicher

Die wadenblessur: ein déjà-vu für den österreicher

55. Minute im Bernabéu, der Ball rollt, die Tribünen toben. Alaba sprintet, stoppt abrupt, greift sich an die Wade. Kein Schlag, kein Foul, einfach nur ein Ziehen. Alvaro Arbeloa spricht später von „leichter Zerrung“, doch die Grimasse des 33-Jährigen verrät mehr.

Es ist die dritte Startelf-Nominierung in Folge – und schon wieder ein Abbruch. Die Medien in Madrid rechnen mit einer Ausfallzeit von rund sieben Tagen. Freitag in Vigo? Fraglich. Die Königlichen können sich den Verlust ihren Rückhalt kaum leisten.

Denn der Laden wackelt. Zwei Liga-Niederlagen hintereinander, Platz zwei statt eins, und hinten nur noch Not- und Ersatz. Militao fehlt, Rüdiger tappt allein. Alaba sollte die Ruhe bringen, wird selbst zum Sorgenkind.

Real rutschte erneut ab, Barcelona lacht. Die Meisterschaft? Noch nicht verloren, aber die Psyche nagt. Jede Verletzung nagt. Und Alaba? Der Mann, der sonst die Bälle weghaut, muss wieder auf die Bank, auf die Reha, auf den kalten Kompress. Die Uhr tickt, das Knie zwickt, die Wade brennt.

Die Saison wird zur Geduldsprobe. Wer stoppt jetzt die Gegner? Wer stoppt die Gedanken? In Madrid fordern sie Titel, doch der Kader wird dünn. Die Verletztenliste lang. Und Alaba? Er schaut dem Frühling von der Seitenlinie aus zu. Mal wieder.