Aicher schreibt in are geschichte – shiffrin büßt punkte ein

Emma Aicher jagt in Are mit Platz vier ihre bisher größte Riesenslalom-Vorstellung – und Mikaela Shiffrin kassiert im Kampf um die große Kugel einen unerwarteten Dämpfer. Die 23-jährige Allgäuerin rast nach fahriger Startphase ins Ziel, wo die grüne Bestzeit aufleuchtet. Shiffrin verliert durch einen Rutscher am drittletzten Tor des ersten Laufes zwölf Plätze und muss sich im zweiten Durchgang mit Schadensbegrenzung begnügen.

Scheib schnappt sich die kleine kugel – rast scheitert am tor

Julia Scheib holt sich die Kristallkugel im Riesenslalom – erstmals seit Eva-Maria Brem vor zehn Jahren wieder eine Österreicherin. Die 27-Jährige profitiert vom Ausfall der Schweizerin Camille Rast, die im zweiten Lauf am Tor vorbeifährt und ausschiedt. Scheib steht mit Tränen in den Augen im Ziel, die erste Kristallkugel ihrer Karriere fest im Griff.

Lena Dürr dagegen verliert die Linien. Die 34-jährige Münchnerin fährt im ersten Lauf 2,77 Sekunden Rückstand auf, im zweiten Durchgang folgt die zweitschlechteste Laufzeit des Tages. Sie schüttelt den Kopf und verschwindet direkt hinter der Zielwand. Die beiden jungen Schwedinnen Hilma Lövblom und Sophie Nyberg liefern sich ein Duell um die heimische Ehre: Lövblom schießt von Rang 22 auf Platz 11, Nyberg katapultiert sich vom letzten Startplatz auf Position 14.

Deutsche außenseiter verpassen finale – hilzinger knapp draußen

Deutsche außenseiter verpassen finale – hilzinger knapp draußen

Fabiana Dorigo und Jessica Hilzinger bleiben hinter den Erwartungen. Dorigo stürzt im obersten Streckenabschnitt, Hilzinger verliert im unteren Drittel entscheidend Tempo und wird 34. – 0,57 Sekunden fehlen zur Top-30-Qualifikation. Für Deutschland bleibt Aichers Höhenflug der einzige Lichtblick.

Mit fünf Rennen vor dem Finale trennen Aicher und Shiffrin nur noch 120 Punkte. Die Saison spitzt sich zu – und Are liefert das erste offene Signal: Die DSV-Technikerin ist bereit, die Königin zu stürzen.