Agnes reisch: olympia-debüt mit schmerzen und großem potenzial

Olympia-premiere für skispringerin agnes reisch

Mailand/Ravensburg – Für Agnes Reisch waren die Olympischen Winterspiele in Italien ein besonderes Erlebnis. Trotz anhaltender Rückenschmerzen zeigte die 26-jährige Skispringerin vom WSV Isny starke Leistungen und blickt optimistisch in die Zukunft. Im Interview spricht sie über die Herausforderungen und ihre Ziele.

Schmerzen als begleiter

Schmerzen als begleiter

Schmerzen gehören für Agnes Reisch zum Alltag. Nach Knieproblemen in der Vergangenheit plagen sie nun seit einiger Zeit Rückenschmerzen. "Natürlich nervt es und ich habe seit anderthalb Monaten kein Krafttraining mehr gemacht", so Reisch im Interview mit der ARD. Sie konzentrierte sich stattdessen auf ihre Mobilität und versuchte, den Rücken zu entlasten, spürte aber während der Wettkämpfe, dass die Spritzigkeit in den Beinen litt.

Stabile leistungen trotz der umstände

Stabile leistungen trotz der umstände

Trotz der körperlichen Einschränkungen zeigte Reisch bei ihren ersten Olympischen Spielen eine bemerkenswerte Stabilität. Auf der Normalschanze landete sie auf dem neunten Platz und war damit die zweitbeste Deutsche. Auf der Großschanze steigerte sie sich sogar noch und wurde als Zehnte beste Springerin des DSV.

Erfahrung als wertvolle lektion

Erfahrung als wertvolle lektion

"Das ist schon sehr stark, dass ich überhaupt hier bin, meinen Weg gegangen bin und Erfahrung sammeln konnte", erklärte Reisch. Sie ist noch relativ neu in der Weltspitze, doch ihre Leistungen bei Olympia zeigen ihr großes Potenzial. Ihre Stabilität bildete einen Kontrast zu den Schwierigkeiten von Katharina Schmid, der deutschen Fahnenträgerin.

Nachfolge für katharina schmid

Nachfolge für katharina schmid

Katharina Schmid, die 2018 und 2022 Silbermedaillen gewann, blieb hinter den Erwartungen zurück. Mit ihrem Rücktritt nach der Saison eröffnen sich neue Möglichkeiten für junge Springerinnen wie Reisch und Selina Freitag, das deutsche Frauenteam zu führen. Reisch lobte Schmid und betonte: "Wir werden das schon machen, ihr werdet Freude mit uns haben.".

Blick nach vorn und neue ziele

Blick nach vorn und neue ziele

Nach den Olympischen Spielen benötigt Reisch eine Pause, um sich zu erholen. "Ich will eine Woche nichts von Skispringen hören und etwas anderes sehen", sagte sie. Danach plant sie, mit voller Kraft im Gesamtweltcup anzugreifen und ihre Position zu verbessern. Aktuell liegt sie auf dem siebten Platz.

Ard-doku "fly – skispringen hautnah"

Ard-doku "fly – skispringen hautnah"

Die ARD-Doku "Fly" bietet einen Einblick hinter die Kulissen des internationalen Skisprungs. Die vierteilige Serie begleitet die deutschen Skispringerinnen und Skispringer durch die turbulente Saison 2024/25. Die Doku ist in der ARD-Mediathek abrufbar.

Die ergebnisse im überblick

DisziplinPlatzierung Agnes Reisch
Normalschanze9. Platz
Großschanze10. Platz