Adorante: der italienische torjäger, der die serie b im sturm erobert!

Während die italienische Fußballszene sich mit der Krise in der Serie A auseinandersetzt, blüht ein Hoffnungsschimmer in der zweiten Liga auf: Andrea Adorante vom Venezia. Der Stürmer pulverisiert die Konkurrenz und schreibt aktuell eine Erfolgsgeschichte, die weit über die Grenzen der Serie B hinaus Beachtung findet.

Ein torjäger, wie er im buche steht

Ein torjäger, wie er im buche steht

Nicola Binda, unser Kollege von 'La Gazzetta dello Sport', hat die Zahlen genau unter die Lupe genommen: Adorante ist der unangefochtene Spitzenreiter der Torjägerliste in den ersten beiden Ligen der fünf wichtigsten europäischen Fußballnationen. Achtzehn Spieltage sind gespielt, und Adorante hat bereits 15 Treffer erzielt – ein beeindruckender Wert, der ihn deutlich von seinen Verfolgern abhebt. Di Nardo vom Pescara folgt mit 13 Toren, gefolgt von Biasci (Avellino) und Gliozzi (Modena) mit jeweils 12 Toren.

Doch was macht Adorantes Leistung so besonders? Er ist nicht nur ein reiner Torjäger, sondern verkörpert auch eine unglaubliche Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Seine Bilanz von einem Tor alle 126 Minuten, bei 1.894 gespielten Minuten, spricht eine deutliche Sprache. Und das, obwohl er vier Spiele aufgrund einer Sperre verpasste.

Die Vergangenheit: Von Parma bis Juve Stabia

Adorantes Karriereweg war alles andere als geradlinig. Er durchlief die Jugendabteilungen von Parma und Inter, feierte mit Parma sogar seinen Einzug in die Serie A im September 2020. Nach einer Phase der Entwicklung in der Serie C, wo er sich in den unterschiedlichsten Vereinen bewies, explodierte er dann bei der Juve Stabia. Dort gelangen ihm in der Rückrunde der Saison 2023/24 sensationelle 12 Tore, die den Aufstieg in die Serie B maßgeblich besiegelten. Dieses Jahr setzt er die Torjäger-Serie fort und führt Venezia auf dem Weg zur Meisterschaft an.

Neben seinem Talent, Tore zu erzielen, zeichnet sich Adorante auch durch eine außergewöhnliche Persönlichkeit aus. Er ist eher zurückhaltend und wählt den stillen Weg, aber auf dem Platz verwandelt er sich in eine unaufhaltsame Tormaschine. Seine Bescheidenheit macht ihn zu einem sympathischen Sportler, der sich lieber auf seine Leistungen konzentriert als auf Social Media-Inszenierungen – sein Instagram-Profil ist bezeichnenderweise nicht verifiziert.

Trainer Giovanni Stroppa weiß den Wert seines Stürmers zu schätzen und fördert ihn. Allerdings sieht Stroppa Verbesserungspotenzial im Spiel außerhalb des Strafraums, bei der Ballverteilung und dem Aufbauspiel. Aber wenn die Kugel im Strafraum landet, dann ist Adorante zur Stelle und verwandelt seine Chance in ein Tor – eine eiskalte Effizienz, die seinesgleichen sucht.

Die Investition des Vereins in Adorante (nahezu 3,5 Millionen Euro, inklusive Boni) scheint sich auszuzahlen. Venezia ist dank seiner Treffsicherheit dem Aufstieg in die Serie A näher denn je. Und Adorante selbst hat die Chance, seinen Traum von der höchsten italienischen Spielklasse zu verwirklichen.

Die Serie A rief – und Adorante ist bereit, sie zu erobern.