Adidas-schock: nike schnappt sich champions-league-bälle!

Ein Erdbeben im deutschen Sportartikelgeschäft: Adidas verliert nach dem DFB-Deal die lukrativen Ballrechte für die UEFA Champions League an den Erzrivalen Nike. Das Ende einer Ära im Fußball – und ein deutlicher Schlag für die Marke aus Herzogenaurach.

Die zahlen sprechen eine deutliche sprache

Die zahlen sprechen eine deutliche sprache

Wie die UEFA und die Vereinigung der europäischen Fußballklubs (EFC) am Donnerstag bekanntgaben, werden ab 2027 exklusive Verhandlungen mit Nike geführt. Die Summe, die der US-Konzern für die Rechte, die auch die Europa League und Conference League einschließen, auf den Tisch legt, soll über 40 Millionen Euro betragen – das Doppelte dessen, was Adidas bisher zahlte. Die „Financial Times“ bestätigte den Bericht.

Seit 2001 war Adidas mit dem ikonischen „Sternen-Ball“ untrennbar mit der Königsklasse verbunden. Nun geht der Ball an Nike, der sich durch ein deutlich höheres Angebot durchsetzte. Die Strategieänderung bei der Vertragsvergabe, bei der erstmals die Agentur Relevent aus New York (anstatt Decathlon) die Verhandlungen für die UEFA und die Vereine führte, dürfte ebenfalls eine Rolle gespielt haben.

Es ist nicht der erste Rückschlag für Adidas. Bereits vor zwei Jahren verlor der deutsche Hersteller den Kampf um die Ausrüstung des DFB an Nike. Ein Deal, der die US-Amerikaner mit über 100 Millionen Euro und damit ebenfalls dem doppelten Volumen des Angebots von Adidas bescherte. Die Rivalität zwischen den beiden Sportartikelriesen spitzt sich damit weiter zu.

Trotz dieser herben Verluste bleibt Adidas Ball-Lieferant für alle FIFA-Wettbewerbe, die Europameisterschaft und Champions League der Frauen sowie ab der nächsten Saison wieder für die Männer-Bundesliga. Die Frage, wie Adidas auf diese jüngste Niederlage reagiert und seine Strategie anpassen wird, bleibt abzuwarten. Der Kampf um die Vorherrschaft im globalen Sportartikelmarkt geht weiter – und Nike hat momentan die Oberhand.